First Sensor überwindet die 150-Mio.-Euro-Schwelle

First Sensor, der Entwickler und Hersteller von Standardprodukten für die Sensorik, hat seinen Umsatz im letzten Geschäftsjahr um 9 % gesteigert. Damit haben die Berliner die 150-Mio.-Euro-Marke übertroffen und die Prognose von 145 – 150 Mio. Euro am oberen Rand der Erwartungen erreicht.

Mit prozentualen Steigerungen zwischen 29,2 und 17,8 % gegenüber 2015 haben insbesondere die Bereiche Medical und Mobility zu einer positiven Entwicklung beigetragen.

First Sensor strebt Ebit-Marge von 10 % an

Finanzvorstand Dr. Mathias Gollwitzer kommentierte die erfolgreichen Zahlen: “Mit diesem Ergebnis haben wir bewiesen, dass First Sensor in der Lage ist, das Geschäftsvolumen mit einer deutlich verbesserten Profitabilität darzustellen. Ein Erfolg, der uns und sicherlich auch unseren Aktionären noch wichtiger sein dürfte als das Umsatzwachstum.”

“Das zeigt, dass die Maßnahmen in Bezug auf Prozessverbesserungen und Effizienzsteigerungen anfangen, Früchte zu tragen. Und es zeigt, dass wir unserem Ziel, eine Ebit-Marge von 10 % zu erzielen, Schritt für Schritt näherkommen,” so der Finanzvorstand weiter.

In 2016 hat der Konzern eine Ebit-Marge von 6,7 % erwirtschaftet und damit seine Prognose erreicht. Der Wert entspricht einer Summe von 10 Mio. Euro. Das Ebitda betrug 19,4 Mio. Euro, eine Marge von 12,9 %. Je Aktie des Sensorik-Spezialisten wird ein Gewinn von 0,57 Euro ausgewiesen, womit der Konzern das Ergebnis um 0,74 Euro je Anteilsschein verbessert hat. Der Aktienkurs lag am Montag mit einem Verlust von rund 3,7 % bei 12,52 Euro.

2017 von auslaufendem Großauftrag geprägt

Vielleicht war für diesen Verlust die Ankündigung verantwortlich, dass das Geschäftsjahr 2017 durch das planmäßige Auslaufen eines Großauftrags im Bereich Mobility belastet wird. Für diesen muss über eine Kompensation im Jahresverlauf zunächst ein internes Wachstum um bis zu 10 Mio. Euro erreicht werden.

Das Unternehmen erwartet daher im bereits begonnenen Geschäftsjahr einen Rückgang beim Umsatz auf 140 Mio. bis 145 Mio. Euro. Vor Zinsen und Steuern rechnet der Konzern mit einer Gewinnspanne zwischen 5 % und 6 %. „Damit liegt das Margenziel bei einer im Vergleich zu 2016 niedrigeren Umsatzerwartung auf dem Niveau der ursprünglichen Ebit-Prognose für das Geschäftsjahr 2016“, so First Sensor zur Prognose.

Gleichzeitig prognostiziert der Vorstand eine Verdopplung der eingesetzten Sensoren alle fünf Jahre sowie langfristig einen Anstieg auf 100 Sensoren pro Erdenbürger. Daher rechnet man mittel- und langfristig unverändert mit Wachstumsraten von durchschnittlich 10 % über die kommenden Jahre hinweg. “Diese Erwartungen werden nicht nur von Marktdaten, sondern auch durch unsere zahlreichen Entwicklungsprojekte gestützt, hinter denen konkrete Kundenanforderungen stehen.”

Durch die Fokussierung auf die Wachstumsmärkte Industrial, Medical und Mobility will der Konzern mit seinen 804 Mitarbeitern auch zukünftig an Trends wie der Industrie 4.0, dem autonomen Fahren oder der Miniaturisierung der Medizintechnik partizipieren.

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