First Solar Aktie: Die Modul-Klage?

Guggenheim erhöhte sein Kursziel auf 299 Dollar; zugleich stehen Vorwürfe zu Millionen Solarmodulen und ein US-Werksausbau im Fokus.

Die Kernpunkte:
  • Guggenheim setzt Kursziel auf 299 Dollar
  • Kaufempfehlung für First Solar bestätigt
  • Swift Current beanstandet über 2,4 Millionen Module
  • Gaffney-Werkphase eins bereits eingeweiht

First Solar geriet gestern nach einem schwächer als erwarteten Umsatzausblick von Enphase Energy für das vierte Quartal 2026 unter Druck. Medienberichten zufolge belastete auch der langsamer als erwartete Abverkauf bei Enphase-Vertriebspartnern die Solarwerte; First Solars Auftragsbestand für Großkraftwerke wurde als relativer Puffer hervorgehoben. Heute steigt das Papier vorbörslich um 0,4% auf 157,80 €.

Höheres Kursziel vor den Quartalszahlen

Medienberichten zufolge hob Joseph Osha von Guggenheim am Dienstag das Kursziel für First Solar von 282 $ auf 299 $ an. Seine Kaufempfehlung bestätigte er. Eine Begründung für die höhere Zielmarke wurde dabei nicht genannt.

Als nächster Unternehmenstermin steht heute nach Börsenschluss die Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 an. First Solar hat dafür auch eine Telefonkonferenz angekündigt. Die Ergebnisse beziehen sich auf das Quartal, das am 30. September endete.

Klage betrifft Millionen Solarmodule

Ein weiteres Thema ist die Klage von Swift Current Energy gegen First Solar vor einem Gericht des Bundesstaats New York. Medienberichten vom 19. Oktober zufolge wirft Swift Current dem Unternehmen Mängel und Minderleistung bei mehr als 2,4 Millionen gelieferten Solarmodulen vor.

Betroffen sind Module der Reihen Series 6 Plus und Series 7, die für Projekte von Swift Current geliefert wurden. Die Vorwürfe sind umstritten und keine gerichtlich festgestellten Tatsachen. Der Gerichtstermin ist für den 16. November 2026 angesetzt.

Zum operativen Hintergrund gehört die eingeweihte erste Phase des Werks in Gaffney, South Carolina. Nach Unternehmensangaben verlagert sie abschließende Produktionsprozesse für Series-6-Plus-Module in die USA. Die Anlage kostete ungefähr 330 Millionen $ und beschäftigt etwa 500 Menschen. Für Mitte 2027 erwartet First Solar die zweite Phase, die die jährliche Nennkapazität auf 3,4 GW verdoppeln soll.

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