First Solar Aktie: US-Produktion forciert
First Solar nimmt eine 3,7-Gigawatt-Anlage in den USA in Betrieb, um von Steuergutschriften zu profitieren, trotz vorsichtiger Umsatzprognose für 2026 nach verfehlten Quartalszielen.

- Neue US-Produktionsanlage mit 3,7 Gigawatt Kapazität
- Vorsichtige Umsatzprognose für das laufende Jahr
- Erwartete Steuergutschriften von 2,1 Milliarden Dollar
- Hauptversammlung und Quartalszahlen im Mai
First Solar setzt verstärkt auf den heimischen Markt und bringt seine neueste Modulgeneration in den kommerziellen Betrieb. Mit einer neuen 3,7-Gigawatt-Anlage in den USA will der Konzern Abhängigkeiten von Asien reduzieren und von massiven Steuererleichterungen profitieren. Dieser Schritt erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt, da das Unternehmen nach enttäuschenden Quartalszahlen unter verstärkter Beobachtung steht.
Strategische Verlagerung in die USA
Die neuen Series-7-Dünnschichtmodule sind ab sofort im Dodson-Creek-Solarprojekt in Ohio im Einsatz. Diese Technologie bildet das Rückgrat der Unternehmensstrategie für das laufende Jahr und soll künftig über zwei Drittel der US-Produktionskapazität ausmachen. Parallel dazu treibt First Solar den Bau einer neuen Anlage zur Endfertigung voran, um Prozesse aus Südostasien in die USA zurückzuholen.
Hinter dieser Entscheidung steht Kalkül: Durch die heimische Fertigung umgeht das Unternehmen internationale Zölle und maximiert gleichzeitig seinen Anspruch auf staatliche Förderungen. Das Management reagiert damit auf die aktuelle US-Industriepolitik, die lokale Wertschöpfungsketten massiv begünstigt.
Konservativer Ausblick trotz Rekordumsatz
Die Neuausrichtung folgt auf eine volatile Phase an der Börse. Im Februar meldete First Solar für das vierte Quartal 2025 einen Gewinn je Aktie von 4,84 US-Dollar und verfehlte damit die Analystenschätzungen von 5,19 US-Dollar. Zwar erzielte der Konzern im Geschäftsjahr 2025 einen Rekordumsatz von 5,2 Milliarden US-Dollar, doch die Prognose für 2026 bleibt vorsichtig.
Das Management erwartet für das Gesamtjahr einen Umsatz zwischen 4,9 und 5,2 Milliarden US-Dollar – deutlich weniger als die vom Markt erhofften 6,1 Milliarden US-Dollar. Als Gründe werden sinkende durchschnittliche Verkaufspreise und die bewusste Unterauslastung internationaler Werke genannt. Ein wichtiger Puffer bleiben jedoch die erwarteten Steuergutschriften nach Sektion 45X, die sich im Jahr 2026 auf rund 2,1 Milliarden US-Dollar belaufen könnten.
Termine für Aktionäre
Am 13. Mai findet die jährliche Hauptversammlung statt, die virtuell abgehalten wird. Neben der Wahl von zehn Direktoren und Abstimmungen zur Vorstandsvergütung steht ein Aktionärsvorschlag im Fokus, der die Einberufung von Sonderversammlungen erleichtern soll. Stimmberechtigt sind alle Aktionäre, die zum Stichtag am 19. März Anteile hielten.
Ende April wird First Solar die Zahlen für das erste Quartal 2026 vorlegen, wobei Analysten aktuell mit einem Gewinn je Aktie von etwa 2,84 US-Dollar rechnen. Ein weiterer entscheidender Termin ist der 4. Juli 2026. Bis zu diesem Stichtag müssen Projektentwickler Kapazitäten sichern, um sich bestehende Steuergutschriften zu erhalten. Diese Frist dürfte den Auftragsbestand des Unternehmens in der zweiten Jahreshälfte maßgeblich beeinflussen.
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