First Tin: Brookes überträgt 56 Millionen Aktien

First Tin verlagert Aktienpakete und testet im Erzgebirge eine umweltschonende Gewinnungstechnik. Die Aktie reagiert mit Kursgewinnen.

Die Kernpunkte:
  • Großaktionär verschiebt Millionen Aktien
  • Bio-chemische Mine in Sachsen geplant
  • Aktie steigt trotz Verlusten zum Jahreshoch
  • Australisches Projekt nähert sich Produktion

First Tin ordnet die Machtverhältnisse an der Spitze neu. Während der Verwaltungsratsvorsitzende seine Anteile massiv verschiebt, treibt das Unternehmen im Erzgebirge eine technische Revolution voran. Anleger reagieren mit vorsichtigem Optimismus auf die neue Strategie in Deutschland.

Aktionärsstruktur im Wandel

Verwaltungsratschef Charles Cannon Brookes hat ein Aktienpaket von über 56 Millionen Stück übertragen. Das entspricht etwa 10,46 Prozent des gesamten Kapitals. Die Anteile wanderten von der Arlington Group zu Radoon Capital und an den Investor Simon Catt.

Hinter dem Transfer steckt eine interne Umverteilung. Radoon Capital unterliegt der vollständigen Kontrolle von Brookes. Beide neuen Anteilseigner halten nun jeweils 5,23 Prozent der Stimmrechte. Die wirtschaftlichen Eigentumsverhältnisse bleiben durch diesen Schritt weitgehend stabil.

Revolution im Erzgebirge

Parallel zum strukturellen Umbau testet die Tochtergesellschaft Saxore neue Wege in Sachsen. In den Revieren Pöhla und Tellerhäuser erforscht First Tin eine bio-chemische Gewinnungsmethode. Mikroorganismen sollen Zinn und Indium direkt aus dem Gestein lösen.

Das Verfahren kommt ohne sichtbare Abraumhalden aus. Erste Testbohrungen über 130 Meter sind bereits abgeschlossen. Das Ziel ist eine „unsichtbare“ Mine. Dieser Ansatz könnte die Genehmigungsprozesse in Deutschland massiv beschleunigen.

Die Aktie notiert aktuell bei 0,11 Britischen Pfund. Auf Sicht von sieben Tagen legte der Wert um fast zwölf Prozent zu. Der kurzfristige Aufwärtstrend mildert die Verluste der vergangenen Monate ab.

Dennoch bleibt der Abstand zum Jahreshoch groß. Das Papier handelt fast 43 Prozent unter seinem Spitzenwert vom Januar. Die Marktkapitalisierung beläuft sich aktuell auf rund 69 Millionen Euro. Ein Relative-Stärke-Index von 48,5 deutet derweil auf eine neutrale Stimmung im Markt hin.

In Australien rückt das Taronga-Zinnprojekt näher an die Umsetzung. First Tin hat dort bereits wichtige Unterlagen für die endgültige Erschließung eingereicht. Die anstehende Machbarkeitsstudie mit aktualisierten Ressourcenschätzungen wird den Zeitplan für die künftige Produktion festlegen.

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