Firstextile mit schwachen Zahlen

Der für die Herstellung von hochwertigen Stoffen stehende Hersteller Firstextile legte nunmehr die Zahlen für das erste Halbjahr vor. Eines stach dabei sofort heraus. Die Umsätze im zweiten Quartal zeigten sich stark rückläufig.

 

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Der Aktienkurs wird sich damit nicht deutlich erholen können. Mitte Juni kam es zu einem völligen Absturz der Aktie von Firstextile, nachdem der Konzern mitgeteilt hatte, dass man das Rückkaufangebot vorerst nicht durchführen wird. Schlussendlich führte das quasi zu einer Halbierung des Kurses.

 

Firstextile mit Rückgang auf allen Ebenen

Im 1. Halbjahr ging der Umsatz von 92,5 Mio. Euro im Vorjahr auf 86,6 Mio. Euro zurück. Das Bruttoergebnis lag bei 24,5 Mio. Euro nach 28,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das EBIT sank um 21,4% auf 13,7 Mio. Euro. Damit lag die EBIT-Marge bei 15,8% nach 18,8% im Jahr zuvor. Beim Nettoergebnis wurde ein Rückgang um 31,1% auf 9,4 Mio. Euro ausgewiesen.

Bezogen auf das 2. Quartal sank der Umsatz von 59,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 39,6 Mio. Euro. Der stärkste Rückgang wurde dabei im Segment Uniformen verzeichnet. Nach 19,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum generierte Firstextile in diesem Bereich nur noch 0,7 Mio. Euro an Umsatz.

 

Vorstand bleibt optimistisch

Konzernchef Fred Yang versuchte jedoch, den Markt zu beruhigen. Laut seiner Aussage besteht kein Grund zur Sorge, da der Umsatz im Segment Uniformen generell von wenigen Großaufträgen abhängig sei. Insofern betrachtet er die hohen Schwankungen im Umsatz als nicht außergewöhnlich.

Fred Yang sieht Firstextile als Lieferant von 25 Regierungsinstitutionen und staatlichen Unternehmen gut im Markt positioniert. Zugleich betonte er, dass im 3. Quartal die Produktion in einer neuen Produktionsstätte aufgenommen wurde und hält an den Zielen für das Gesamtjahr fest. Danach soll ein Umsatz von 213 bis 237 Mio. Euro erzielt werden. Die EBIT-Marge erwartet man zwischen 16 bis 18%.

 

Aktie steht auf schwachen Füßen

Ob der Markt diese Zuversicht teilt, bleibt hingegen abzuwarten. Die Aktie konnte sich nach ihrem Absturz bisher nicht erholen und liegt weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Eine Kaufempfehlung sehen wir nach wie vor hier nicht, was jedoch auch mit dem Firmengeflecht an sich zusammenhängt.

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