Fluence Energy Aktie: Bulls und von Heynitz kaufen Aktien

Zwei Führungskräfte stockten ihre Beteiligungen auf; Produktionsverzögerungen belasten weiterhin die Geschäftsaussichten des Speicheranbieters.

Die Kernpunkte:
  • Herman Bulls kaufte 10.000 Aktien
  • Harald von Heynitz erwarb 7.000 Anteilsscheine
  • Umsatzerwartung für 2026: rund 2,4 Milliarden Dollar
  • EVE Power liefert Batterien per Rahmenvertrag

Nach schweren Kursverlusten setzen Führungsmitglieder bei Fluence Energy ein Zeichen. Pflichtmitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC belegen jüngste Zukäufe aus dem Führungskreis. Chairman Herman Bulls und Director Harald von Heynitz kauften am Montag eigene Anteilsscheine auf dem freien Markt. An der Börse notiert das Papier heute bei 6,68 Euro.

Herman Bulls erwarb am Montag 10.000 Aktien. Harald von Heynitz kaufte 7.000 Anteilsscheine zu einem Preis von 7,36 $ je Aktie. Solche Transaktionen aus den obersten Führungsebenen gelten am Kapitalmarkt oft als Signal des Vertrauens. Nach turbulenten Wochen versucht das Management damit offensichtlich, Zweifel an der operativen Stärke zu zerstreuen.

Operative Verzögerungen belasten die Prognose

Der Grund für den vorherigen Vertrauensverlust liegt im operativen Geschäft. Das Unternehmen senkte vor gut einer Woche seine Geschäftsprognose, seither legte der Kurs um 5,0 Prozent zu. Als Hauptursache nannte Fluence Energy anhaltende Verzögerungen beim Hochlauf einer Fertigungsstätte in Houston.

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet das Management nun einen Umsatz von rund 2,4 Milliarden $. Beim bereinigten EBITDA dürfte dabei ein Verlust von rund 200,0 Millionen $ anfallen. Zuvor war die Unternehmensführung noch von deutlich besseren Kennziffern ausgegangen.

Die Schwierigkeiten bei der Auftragsfertigung in den USA wiegen schwer. Berichten zufolge arbeitet die automatisierte Schweißanlage am texanischen Standort unterhalb der Zielvorgaben. Um die operativen Prozesse neu zu ordnen, berief Fluence Energy mit Bernerd Da Santos einen neuen Chief Operating Officer.

Analysten senken Kursziele

Die drastische Prognosesenkung führte auch bei Branchenbeobachtern zu deutlichen Neueinschätzungen. Medienberichten zufolge stufte Jefferies die Aktie am 18. September auf Hold ab und senkte das Kursziel auf 7 $. Piper Sandler bestätigte die Einstufung Underweight mit einem Kursziel von 5 $.

Parallel dazu bemüht sich der Konzern um mehr Stabilität in der Beschaffung. Fluence Energy vereinbarte mit EVE Power einen mehrjährigen Rahmenvertrag über Batterielieferungen, um Preis- und Mengensicherheit für Kundenprojekte zu gewinnen.

Seit Jahresanfang steht dennoch ein Minus von 61 Prozent zu Buche. Die Zukäufe des Führungspersonals signalisieren zwar Zuversicht der Verantwortlichen. Vor einer nachhaltigen Erholung muss Fluence Energy jedoch beweisen, dass die Produktionsprobleme in den Werken gelöst werden können.

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