Fluence Energy Aktie: EBITDA dreht von +50 auf -10 Millionen

Fluence Energy kappt die Jahresziele wegen Anlaufschwierigkeiten in neuen Werken. Projektlieferungen im Wert von 400 Millionen Dollar verschieben sich auf 2027.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzprognose deutlich gesenkt
  • 400-Millionen-Dollar-Projekte verschoben
  • Rekord-Auftragseingang von 1,44 Milliarden
  • Rechenzentren treiben Nachfrage

Der Energiespeicherspezialist Fluence Energy hat seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr 2026 massiv gesenkt. Das Unternehmen macht unerwartete Schwierigkeiten bei neuen Fertigungsstätten für die Verzögerungen verantwortlich. Infolgedessen verschieben sich geplante Projektlieferungen im Wert von rund 400 Millionen US-Dollar in das kommende Jahr.

Operative Verzögerungen belasten die Quartalsbilanz

Am 5. August präsentierte das Unternehmen die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal, das Ende Juni abgeschlossen wurde. Der Umsatz belief sich auf 649,8 Millionen US-Dollar und blieb damit um rund 90 Millionen US-Dollar hinter den Erwartungen zurück. Zugleich verzeichnete Fluence Energy einen Nettoverlust von 0,24 US-Dollar je Aktie.

Die bereinigte Prognose für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) drehte durch die operativen Hürden deutlich ins Negative. Statt eines ursprünglichen Gewinns von 50 Millionen US-Dollar erwartet das Management nun einen Verlust von etwa 10 Millionen US-Dollar. Die operative Marge wurde durch die Hochlaufphase der neuen Standorte erheblich belastet.

Die Bruttomarge nach GAAP sank im Jahresvergleich drastisch von zuvor 14,8 auf nur noch 5,1 Prozent. Diese Entwicklung spiegelt die aktuellen Ausführungsprobleme wider, die laut Firmenangaben zur Verschiebung der Projekte führten. Dennoch bleibt die langfristige Nachfragestruktur nach Einschätzung der Unternehmensführung intakt.

Volle Auftragsbücher als langfristiger Hoffnungsschimmer

Trotz der Lieferverzögerungen meldete das Unternehmen einen Rekord-Auftragseingang von 1,44 Milliarden US-Dollar. Der gesamte Auftragsbestand wuchs damit auf ein Volumen von 6,4 Milliarden US-Dollar an. Diese Zahlen verdeutlichen, dass das aktuelle Problem eher in der Produktion als in einer mangelnden Marktnachfrage liegt.

Ein deutlicher Lichtblick zeigt sich bei der Nachfrage aus dem Bereich der Rechenzentren, die allein im dritten Quartal Aufträge und Zuschläge über 850 Millionen US-Dollar beisteuerten. Die Erwartungen für den jährlich wiederkehrenden Umsatz bleiben für das Geschäftsjahr 2026 bei rund 180 Millionen US-Dollar stabil. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung von Software und Dienstleistungen im Portfolio.

Parallel dazu treibt das Unternehmen neue Projekte voran. Medienberichten zufolge liefert Fluence Energy ein Batteriespeichersystem für das Rexford-2-Projekt in Kalifornien. Die Anlage soll eine Kapazität von 800 Megawattstunden umfassen, wobei der Baubeginn für das Jahr 2027 geplant ist.

Analysten reagieren gespalten auf die neuen Prognosen

Am Donnerstag passten mehrere Analysehäuser ihre Einschätzungen an die neue Nachrichtenlage an. Die Experten von Citi hoben die Einstufung der Aktie von Neutral auf Buy an, reduzierten jedoch das Kursziel auf 24 US-Dollar. Roth Capital senkte den Zielwert auf 18 US-Dollar, während Morgan Stanley eine langsamere Margenausweitung bis zum Jahr 2028 prognostiziert.

Die Analysten von Canaccord reduzierten ihr Kursziel am selben Tag von 28 auf 24 US-Dollar, behielten aber ihre Kaufempfehlung bei. Sie verwiesen dabei auf den starken Auftragseingang trotz der kurzfristigen Bilanzenttäuschung. Die Einstufung als Tier-1-Anbieter im Cleantech-Sektor konnte Fluence Energy zudem erfolgreich verteidigen.

An der Börse zeigt sich das Papier am heutigen Dienstag leicht erholt mit einem Kursplus von 0,72 Prozent. Dennoch notiert die Aktie bei einem aktuellen Kurs von 11,20 Euro deutlich schwächer als zu Beginn des Kalenderjahres. Seit Januar beläuft sich der Wertverlust damit auf insgesamt 34,31 Prozent.

Anzeige

Fluence Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Fluence Energy-Analyse vom 11. August liefert die Antwort:

Die neusten Fluence Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Fluence Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Fluence Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Fluence Energy