Ford Aktie: 9,8 Millionen Fahrzeuge zurückgerufen

Ford erreicht an der Börse ein neues 52-Wochen-Hoch. Währenddessen kommen die Werkstätten kaum noch hinterher. Der US-Autobauer kämpft mit einer beispiellosen Serie von Qualitätsmängeln. Diese trifft nun erneut die Pickup-Sparte.
Brandgefahr beim Ford Ranger
Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA warnt vor einer potenziellen Brandgefahr beim Modell Ranger. Betroffen sind weltweit rund 140.000 Fahrzeuge der Modelljahre 2024 bis 2026. Ein falsch positionierter Kabelbaum im Bereich der Sonnenblende könnte Kurzschlüsse in der A-Säule verursachen.
Bisher liegen Ford keine Berichte über Unfälle oder Verletzungen vor. Die Behebung des Defekts soll Ende Mai 2026 beginnen. Händler prüfen die Verkabelung oder spielen ein Software-Update für das Karosseriekontrollmodul auf.
Massive Belastung der Bilanz
Der aktuelle Vorfall reiht sich in eine lange Liste ein. Bis Mitte Mai 2026 verzeichnete Ford bereits 34 Rückrufe. In Summe betrifft dies rund 9,8 Millionen Fahrzeuge.
Damit übertrifft der Konzern das Volumen seiner engsten Wettbewerber um fast das Dreifache. Die größte Einzelaktion des Jahres umfasste 4,3 Millionen Einheiten. Hier zwang ein Softwarefehler bei den Anhängerbremsen die Fahrzeuge zurück in die Werkstätten.
Trotz dieser operativen Rückschläge zeigt sich die Aktie robust. Das Papier stieg am Freitag um 7,65 Prozent auf 12,66 Euro.
Umbau der Konzernstruktur
Das Management reagiert mit einem personellen und strukturellen Umbau. Die neue Division „Product Creation and Industrialization“ unter Kumar Galhotra soll Entwicklung und Fertigung enger verzahnen. Indes verlässt Digital-Chef Doug Field den Konzern noch in diesem Monat.
Ziel der Neuausrichtung ist eine bereinigte EBIT-Marge von acht Prozent bis 2029. Im Bereich der Elektromobilität tritt Ford unterdessen auf die Bremse. Die Produktion des F-150 Lightning bleibt in diesem Quartal ausgesetzt.
Frühe Modelle des Elektro-Pickups behalten nach drei Jahren etwa die Hälfte ihres ursprünglichen Wertes. Bis 2029 plant Ford eine Erneuerung von 80 Prozent seines nordamerikanischen Portfolios. Dazu gehört die Einführung einer neuen Elektro-Plattform sowie der nächsten Generation der F-Serie.
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