Ford wird durch teure Rückrufe belastet

Das Nettoergebnis von Ford Motors wurde im dritten Quartal durch Rückruf-Aktionen in den USA stark belastet. Wurden im letzten Jahr noch rund 2,2 Mrd. Dollar erzielt, meldete der Konzern am Donnerstag nur noch 957 Mio. Dollar. Dieses bedeutet einen Einbruch um 56% Auch der Umsatz ging um 6% auf 36 Mrd. Dollar zurück. In der Bilanz spiegele sich vor allem die Entwicklung in den USA wider, sagte Finanzchef Bob Shanks.

© Ford Motor Company
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Das Ergebnis fiel so schlecht aus, weil Ford auf Anordnung der Verkehrsbehörde ca. 2,4 Mio. Autos wieder in die Werkstätten zurückbeordern musste. Der Grund war eine fehlerhafte Türverriegelung. Hierfür musste Ford ca. 600 Mio. Dollar auf die Seite legen. Außerdem ist der Pickup F-150, bislang das meistverkaufte Modell des Konzerns, in den USA nicht mehr so beliebt.

Ford macht in Europa bessere Geschäfte

Er hat dort in etwa den Verbreitungsgrad wie in Deutschland z. B. der VW Golf. Um den Bestand der Autos auf Halde zu reduzieren, wird in den kommenden Monaten die Produktion zurückgefahren. Denn auch hohe Rabatt-Aktionen konnten die Kauflaune in den USA nicht anheizen.

Anders sieht es dagegen außerhalb der USA aus: In Europa wurde der Gewinn deutlich auf 138 Mio. Dollar gesteigert. Das ist das beste Quartals-Ergebnis seit 2007. „Auch China ist sehr, sehr stark“, meinte Shanks. Dort konnte das Ergebnis auf rd. 320 Mio. Dollar und damit um 26% gesteigert werden.

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