Fortescue Aktie: Absturz nach Gewinndeckel

Fortescue verzeichnet einen Gewinnrückgang von 41 Prozent auf 3,4 Mrd. USD und kürzt die Dividende. Analysten senken Kursziele und kritisieren die hohen Investitionen in grüne Energieprojekte.

Die Kernpunkte:
  • Nettogewinn bricht um 41 Prozent ein
  • Dividendenausschüttung sinkt um 32,6 Prozent
  • Analysten vergeben Sell-Ratings und senken Kursziele
  • Massive Investitionen in Dekarbonisierungsprojekte geplant

Der australische Eisenerz-Gigant Fortescue steckt mitten in der Krise. Das jüngste Jahresergebnis zeigt den schwächsten Gewinn seit sechs Jahren – und löst eine Welle von Analysten-Herabstufungen aus. Während das Unternehmen Rekordmengen an Eisenerz verschifft, fressen niedrigere Rohstoffpreise und massive Investitionen in grüne Energie die Profitabilität auf. Steht der Minen-Riese vor einer strategischen Zerreissprobe?

Gewinn bricht um 41 Prozent ein

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Der Nettogewinn nach Steuern brach im Geschäftsjahr 2025 um satte 41 Prozent auf 3,4 Milliarden US-Dollar ein. Damit verfehlte Fortescue die Erwartungen der Macquarie Bank um etwa fünf Prozent. Auch der Umsatz sank um 15 Prozent auf 15,5 Milliarden Dollar. Paradoxerweise schaffte das Unternehmen gleichzeitig Rekordmengen von 198,4 Millionen Tonnen Eisenerz – doch der durchschnittliche Erlös pro Tonne sackte um 18 Prozent ab. Die Botschaft ist eindeutig: Trotz hoher Produktion drücken die niedrigeren Eisenpreise massiv auf die Marge.

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Analysten schlagen Alarm

Die Reaktion der Finanzbranche ließ nicht lange auf sich warten. Macquarie stuft die Aktie nun auf „Underperform“ herab und senkte das Kursziel auf 15,50 Dollar – ein potenzielles Abschwungpotenzial von 20 Prozent vom aktuellen Niveau. Auch Bell Potter zieht mit und vergibt ein „Sell“-Rating. Die Analysten prophezeien für 2026 einen weiteren Umsatzrückgang von 5,2 Prozent und einen Gewinnrückgang von 14 Prozent.

Hinter der Skepsis stehen drei Hauptsorgen:
– Die Erträge könnten in den nächsten vier Jahren um 22 Prozent jährlich schrumpfen
– Der Eisenerzmarkt steht vor einer Konsolidierungsphase
– Operative Verbesserungsspielräume sind begrenzt

Dividende unter Druck

Die Dividendenzahlung spiegelt die angespannte Lage wider: Die Ausschüttung sank um 32,6 Prozent auf 60 australische Cent je Aktie. Die Ausschüttungsquote von 65 Prozent des Gewinns fiel konservativer aus als erwartet – ein klares Signal des Managements, dass man Kapital für schwierigere Zeiten zurückhalten will.

Grüne Ambitionen, rote Zahlen?

Besonders brisant: Fortescue will seine Investitionen in Dekarbonisierungsprojekte mehr als verdoppeln – auf 900 Millionen bis 1,2 Milliarden Dollar im laufenden Jahr. Insgesamt sind 6,2 Milliarden Dollar für „Null-Emissionen“ bis 2029 geplant. Doch genau diese Strategie wird von Analysten kritisch beäugt. Macquarie zeigt sich skeptisch regarding der kurzfristigen finanziellen Erträge aus diesen grünen Investitionen.

Gleichzeitig steigen die CO2-Emissionen des Unternehmens aktuell noch an – um 12 Prozent im letzten Jahr – und werden voraussichtlich erst 2027-28 ihren Höhepunkt erreichen. Fortescue hat sich von einigen ambitionierten Wasserstoff-Projekten bereits verabschiedet und konzentriert sich nun stärker auf das Kerngeschäft.

Die entscheidende Frage für Anleger: Handelt es sich bei der aktuellen Talfahrt um eine vorübergehende Delle im Rohstoffzyklus – oder um den Beginn einer fundamentalen Neubewertung des gesamten Geschäftsmodells? Die massive Kapitalallokation in grüne Projekte bei gleichzeitig schwindender Profitabilität im Kerngeschäft könnte den Aktienkurs noch länger unter Druck halten.

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