Francotyp-Postalia: Das kann sich sehen lassen

Der Anbieter für die Digitale Poststelle Francotyp-Postalia konnte im vergangenen Geschäftsjahr überzeugen. Dem Unternehmen gelang es, die im letzten Herbst angehobene Prognose hinsichtlich Umsatz und EBITDA zu übertreffen.

© Pixabay
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Nach vorläufigen Zahlen stieg der Umsatz im Konzern nach 170,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 190,8 Mio. Euro. Besonderes Wachstum wurde im Bereich Mail Services erzielt. Allerdings profitierte der Konzern auch von positiven Wechselkurseffekten in Höhe von 9,1 Mio. Euro.

Der Anteil an wiederkehrenden Umsätzen lag bei 81% und stieg auf 154 Mio. Euro nach 139,4 Mio. Euro im Vorjahr. Auch bei den Produktverkäufen ging es von 30,9 Mio. Euro im Vorjahr auf 36,8 Mio. Euro aufwärts.

Francotyp-Postalia durch Abschreibungen belastet

Das EBITDA konnte auf 27,5 Mio. Euro inklusive eines positiven Währungseffektes von 3,9 Mio.  Euro erhöht werden. Die EBITDA-Marge erreichte damit 14,4%. Im amerikanischen Mietmarkt fand ein großer Austausch von Frankiermaschinen statt, nachdem die Post in den USA ältere Frankiermaschinen abgekündigt hatte.

Dies hatte höhere Abschreibungen von 17,6 Mio. Euro zur Folge. Dennoch gelang es, das EBIT mit 9,8 Mio. Euro auf dem Vorjahresniveau zu halten. Der Konzerngewinn sank von 5,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 4,4 Mio. Euro aufgrund einer voraussichtlich höher ausfallenden Steuerbelastung.

Mit insgesamt 20,2 Mio. Euro schlugen Investitionen zu Buche. Diese resultierten im Wesentlichen aus dem Austausch von Maschinen in den USA und der Entwicklung neuer Frankiermaschinen. Der Free Cashflow verbesserte sich von -5,6 Mio. Euro im Vorjahr auf -1,3 Mio. Euro.

Ausblick muss noch warten

Den endgültigen Jahresbericht wird Francotyp-Postalia am 13. April präsentieren. In diesem Rahmen soll auch ein detaillierter Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bekannt gegeben werden.

Seit Januar ist Rüdiger Andreas Günther neuer Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Der Wechsel kam an der Börse gut an und verhalf der Aktie kurzfristig zu einem Auftrieb. In den Wochen danach kam der Kurs jedoch geradezu unter die Räder und markierte ein neues Tief bei 3,85 Euro.

Wird der Widerstand geknackt?

Davon konnten sich die Papiere zwischenzeitlich wieder deutlich absetzen. Mit einem Kurs von 4,19 Euro notiert die Aktie knapp unter dem Widerstand bei 4,20 Euro. Könnte dieser überwunden werden, wäre die nächste Hürde bei 4,30 Euro angesiedelt. Knapp darunter liegt auch die gleitende 38-Tage-Linie.

160301 Francotyp

Die Zahlen waren gut, ob dem Markt das jedoch reicht, um der Aktie langfristig wieder Schub nach oben zu geben, muss abgewartet werden. Wir gehen davon aus, dass die Anlegerseite zuerst den präzisierten Ausblick für das laufende Jahr abwarten wird.

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