Fraport bringt Kooperation mit WFS auf den Weg, kann die Aktie drehen?

Erst vor anderthalb Wochen teilte der Flughafenbetreiber Fraport mit, dass man sich von einem Teil des Cargo-Geschäftes trennen wolle. Gespräche mit dem Worldwide Flight Service (WFS) waren bereits im Gange.

 

© Fraport
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Jetzt wurde diese Partnerschaft beschlossen. Danach verkauft Fraport 51% seiner Anteile an der Fraport Cargo Services GmbH an WFS. Bis Ende September soll der Vollzug abgeschlossen werden.

 

Wer ist WFS?

WFS wurde im Jahr 1971 gegründet und gilt als weltgrößter Luftfrachtabwickler. Die Gesamtumsätze des Unternehmens belaufen sich nach eigenen Angaben auf 700 Mio. Euro jährlich. Insgesamt beschäftigt WFS ca. 14.000 Mitarbeiter und ist an mehr als 145 Standorten in über 22 Ländern aktiv.

Für mehr als 300 Kunden-Airlines werden dabei jährlich 50 Mio. Passagiere abgefertigt und über 4 Mio. Tonnen an Fracht umgeschlagen.

 

Mehr internationale Stärke ist das Ziel

Durch die Kooperation zwischen Fraport und WFS soll die Fraport Cargo Services an internationaler Bedeutung gewinnen. Der Bereich der Frachtabfertigung sieht sich einer starken Konkurrenz gegenüber, daher ist es notwendig, diesen Bereich weiterzuentwickeln und damit auch den Standort Frankfurt zu stärken.

49% der Anteile bleiben bei Fraport. Dadurch will der Konzern auch künftig Einfluss auf die Unternehmensführung nehmen. Finanzielle Details aus dieser Partnerschaft wurden nicht bekannt gegeben.

 

Aktie von Fraport weiter abwärts

Obwohl Fraport auch gute Quartalszahlen für das Auftaktquartal dieses Jahres präsentieren konnte, kam die Aktie nicht vom Fleck, im Gegenteil. Seit dem Setzen eines neuen Jahreshochs Mitte Mai geht es weiter bergab.

Lag Ende Juni der Kurs noch bei 56,41 Euro so sind heute nur noch 55,93 Euro. Da half bisher auch die Kaufempfehlung der Experten von Kepler Cheuvreux nicht viel. Bei 55,00 Euro wäre die nächste wichtige Unterstützungslinie.

150709 Frapot

Fraport ist gut aufgestellt. Für das laufende Geschäftsjahr sollen sowohl EBITDA als auch Konzern-Ergebnis weiter steigen. Dieses Ziel untermauerten bereits die Zahlen für das 1. Quartal. Auch die Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen stiegen weiter an.

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