Fraport verzeichnet deutliche Delle

Der Flughafenbetreiber Fraport musste im Mai einige Verluste verbuchen. Terroranschläge in Europa sorgten für entsprechende Reisezurückhaltung bei Kunden. Dazu kamen weniger Geschäftsreisende aufgrund der Feiertage im letzten Monat und auch diverse Wetterkapriolen sorgten für Flugausfälle.

© Fraport
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Insgesamt lag das Passagieraufkommen am Flughafen Frankfurt bei 5,3 Mio. Fluggästen und damit 5,5% unter dem Niveau des Vormonats. Insbesondere der touristische Verkehr aus fernöstlichen Ländern, vor allem Japan, ging deutlich zurück. Von Flugausfällen aufgrund der Wetterbedingungen waren allein 15.000 Fluggäste betroffen.

Rückläufig entwickelte sich auch die Anzahl der Flugbewegungen. Hier ging es um 3,5% abwärts. Auch das Cargo-Volumen sank um 1,3% auf 177.536 Tonnen, ebenso wie die Summe der Höchststartgewichte, welche um 1,5% auf 2,6 Mio. Tonnen sanken.

Fraport mit regional sehr unterschiedlicher Entwicklung

Während beispielsweise beide bulgarischen Flughäfen ein Plus an Passagieren von 36,5% verzeichneten, sank die Zahl der Passagiere am türkischen Flughafen in Antalya deutlich um 37,2%. Auch in Russland wurde ein Minus von 7,3% an Passagieren verzeichnet, nicht zuletzt aufgrund der angespannten politischen Lage.

Analysten bleiben positiv eingestellt

Ungeachtet dessen empfehlen die Analysten von Kepler Cheuvreux die Aktien von Fraport weiterhin zum Kauf mit einem Kursziel von 71 Euro. Hier wies man auf die sich über dem Plan entwickelten Regionalflughäfen in Griechenland hin, welche vor der Übernahme durch Fraport stehen. Auch rechnet der Flughafenbetreiber damit, dass die neuen Vorschläge für die Gebührenerhöhung im kommenden Jahr nun durch die Regulierungsbehörden akzeptiert werden sollten.

160610 Fraport

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