Freenet: Analystenmeinung verhagelt die gute Stimmung

Zum Wochenschluss gehörte Freenet zu den großen Verlierern am deutschen Markt. Dabei sahen diese Zahlen durchaus beachtlich aus. Und auch im Ausblick zeigte sich Freenet durchaus optimistisch.

So konnte Freenet im zweiten Quartal einen Umsatz von 696,6 Millionen Euro ausweisen. Dieser lag zwar deutlich unter dem Vorjahreswert von 839 Millionen Euro. Wie das Unternehmen allerdings mitteilte, lag dies an einer Umstellung der Bilanzierung. Ohne Änderung hätte sich ein Plus von 6,5 % zum Vorjahr ergeben. Ebenfalls auf Wachstumskurs blieb man beim operativen Gewinn. Das EBITDA legte um 9 % auf 117,9 Millionen Euro zu, was besser war als erwartet.

Freenet setzt auf Ceconomy

Entsprechend optimistisch bleibt man auch für den Rest des Jahres. Hier soll das Wachstum insbesondere durch die Fernseh-Angebote kommen. Bereits im zweiten Quartal konnte dieser Bereich seinen operativen Gewinn um fast ein Viertel auf 13 Millionen Euro steigern. Dabei verspricht man sich insbesondere etwas von der neuen Partnerschaft mit Ceconomy, der Muttergesellschaft der Elektronikmärkte Media Markt und Saturn.

Aktie in Bedrängnis

Jedenfalls reagierte der Markt in einem ersten Schritt sehr erfreut auf die neuen Nachrichten von Freenet. Allerdings schaut es zum Wochenschluss inzwischen gänzlich anders wieder aus. Denn die Aktie sackte heute um fast 5 % wieder ab und durchbrach dabei sogar schon die 100-Tage-Linie nach unten. Damit gerät nun auch der Bereich um 24 Euro in Gefahr, der neben der 50-Tage-Linie auch eine Unterstützungszone seit Ende März darstellt.

Analysten zeigen Freenet die kalte Schulter

Dass der Wert wieder den Rückwärtsgang einlegt, könnte nicht nur an der schwachen Marktverfassung zum Wochenschluss liegen. Auch jüngste Analystenschätzungen dürften hier belasten. So hat sich die britische Investmentbank Barclay wieder zu Wort gemeldet und ihre Einstufung von Freenet als „Underweight“ mit einem Kursziel von nur 21 e bestätigt.

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