Freenet: Mehr Umsatz, doch Steuern belasten Ergebnis

Freenet hat heute nach Börsenschluss seine Zahlen zum zweiten Quartal präsentiert. Dabei konnte der Mobilfunkdienstleister sowohl bei der Umsatzentwicklung als auch beim operativen Ergebnis überzeugen, netto blieb er aber hinter den Analystenerwartungen zurück. Die Aktie zeigte sich im Vorfeld allerdings sehr positiv aufgelegt.

 

© freenet
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Dank weiter steigender Kundenzahlen bei stabil gehaltenen durchschnittlichen Umsätzen konnte Freenet in den vergangenen drei Monaten seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,5% auf 752,5 Mio. Euro steigern. Damit lag der Umsatz über den Markterwartungen, die sich im Konsens auf rund 745 Mio. Euro festgelegt hatten.

 

Auf operativer Ebene wurden Prognosen erfüllt

Beim operativen Gewinn erfüllte Freenet mit einem EBITDA von 89 Mio. Euro die Analystenprognosen, blieb aber auf EBIT-Basis mit 70 Mio. Euro unter den Prognosen, die 74 Mio. Euro gesehen hatten. Letztlich enttäuschte auch das Konzernergebnis mit 55 Mio. Euro statt erwarteter 59 Mio. Euro.

Doch könnte das wenig Einfluss auf die Beurteilung der Aktie und deren Perspektiven haben, da Freenet als Hauptgrund für das schwächere Abschneiden höhere Ertragssteuern nannte. Zumal man an den bisherigen Jahresprognosen festhält. Diese sehen für dieses Jahr ein EBITDA von 370 Mio. Euro und für 2016 von 375 Mio. Euro. Der Free Cash Flow soll 280 Mio. Euro bzw. ein Jahr später 285 Mio. Euro betragen.

 

Freenet-Aktie: Weiter im Rallye-Modus oder folgt jetzt eine Abkühlung?

Unter diesen Prämissen ist es durchaus möglich, dass das Unterbieten der Nettogewinn-Prognose keine größeren negativen Folgen hat. Im nachbörslichen Handel war das bislang nicht wirklich abschätzbar, da sich die Notierungen weiterhin eher auf dem Niveau des regulären Handels zeigten.

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So wird wohl erst morgen die Entscheidung getroffen werden, ob die Freenet-Aktie ihren heute auf Xetra gesetzten neuen Rekordstand bei 33,01 Euro verteidigen oder sogar ausbauen kann. Allerdings wäre wohl auch ein Rücksetzer wohl weniger dramatisch angesichts der vorangegangenen Rallye und böte eher die Chance für Nachzügler, bei wieder etwas tieferen Kursen einsteigen zu können.

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