Frequentis will in Frankfurt an die Börse

Das Wiener IT-Unternehmen Frequentis peilt einen Börsengang in Frankfurt an. Die Analysten-Konferenz ist am 26. April. Angestrebt wird eine Bewertung von rund 200 bis 300 Mio. €.

Mit dem Gang an die Börse will Frequentis seine finanzielle Unabhängigkeit und Flexibilität der Firmengruppe sichern und das Wachstum weiter fortsetzen. “Die Mittel aus der geplanten Kapitalerhöhung sollen insbesondere für gezielte M&A-Aktivitäten…, den Ausbau der internationalen Präsenz in Form des Aufbaus lokaler Wertschöpfung sowie die weitere Stärkung des internationalen Vertriebs zur Erhöhung der Marktdurchdringung verwendet werden”, hieß es vom Unternehmen.

Etwa 30 % der Aktien werden breit gestreut, langfristiger Kernaktionär bleibt aber die Familie Bardach, die das Unternehmen 1986 übernahm. Der Börsengang in Frankfurt ist für das Unternehmen wichtig, weil Deutschland einer der wichtigsten Exportbereiche ist und man hier “Paradekunden” wie die Flugsicherung, die Bundeswehr und die Deutsche Bahn hat.

Frequentis ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer bei Sprachkommunikations-Systemen für die Flugsicherung. Zudem ist man international tätiger Anbieter von Kommunikations- und Informationssystemen für Leitzentralen mit sicherheitskritischen Aufgaben. Zu den Kunden gehören zivile und militärische Flugsicherung, Luftverteidigung sowie Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste.

Der Wiener Frequentis-Konzern hatte im April seinen Geschäftsbericht für 2018 veröffentlicht. Unterm Strich stieg der Gewinn verglichen zu 2017 um gut 1,13 Mio. Euro auf 11,83 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern erhöhte sich um knapp 1,3 Mio. auf 15,6 Mio. Euro. Der Umsatz nahm um 18,83 Mio. Euro auf 285,76 Mio. Euro zu.

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