Fresenius Aktie: Biopharma springt 34 Prozent
Fresenius verzeichnet operative Gewinnsteigerung im ersten Quartal, während die Aktie ein neues Jahrestief erreicht. Der Konzern setzt auf eine KI-Partnerschaft mit SAP.

- Organisches Umsatzplus von fünf Prozent
- Bereinigtes EBIT steigt auf 678 Millionen Euro
- Helios-Tochter mit zehn Prozent Ergebniszuwachs
- Neues Jahrestief für die Fresenius-Aktie
Fresenius liefert solide Zahlen, allerdings reagiert die Börse mit Verkäufen. Während die operativen Gewinne steigen, markierte die Aktie zur Wochenmitte ein neues Jahrestief. Der Konzern setzt nun verstärkt auf eine digitale Allianz mit SAP.
Im ersten Quartal 2026 steigerte Fresenius den organischen Umsatz um fünf Prozent auf 5,744 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT kletterte parallel dazu auf 678 Millionen Euro.
Das bereinigte Konzernergebnis legte um 13 Prozent zu. Dies entspricht einem Kern-Ergebnis von 0,82 Euro je Aktie.
Wachstum in den Kernsparten
Die Sparte Kabi profitierte vor allem vom Biopharma-Geschäft. Hier schoss der Umsatz organisch um 34 Prozent nach oben.
Die Kliniktochter Helios steigerte ihr operatives Ergebnis um zehn Prozent auf 368 Millionen Euro. Das Unternehmen profitierte hierbei unter anderem von Rechnungszuschlägen.
Digitale Offensive mit SAP
Fresenius baut die Zusammenarbeit mit SAP deutlich aus. Beide Konzerne investieren in das Health-Tech-Unternehmen Avelios Medical. Das Ziel: ein KI-gestütztes System für Kliniken.
Diese Software soll Klinikabläufe effizienter gestalten. Das System ist für den gesamten europäischen Markt konzipiert. Fresenius reagiert damit auf den hohen Modernisierungsdruck im Gesundheitswesen.
Kurs markiert neues Jahrestief
Der Aktienmarkt reagierte verhalten auf die Quartalszahlen. Das Papier verlor am Mittwoch 1,66 Prozent und notiert bei 39,00 Euro. Damit erreichte der Kurs ein neues 52-Wochen-Tief.
Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf über 18 Prozent. Der Vorstand hält dennoch an seinen Zielen für das Gesamtjahr fest. Er erwartet ein organisches Umsatzwachstum zwischen vier und sieben Prozent.
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