Fresenius Aktie: Cashflow vervierfacht auf 389 Millionen

Der Widerstand im Bundesrat gegen Klinik-Kürzungen beflügelt die Fresenius-Aktie. Analysten sehen weiteres Potenzial bei soliden Quartalszahlen.

Die Kernpunkte:
  • Bundesrat blockiert Sparpläne für Kliniken
  • Deutsche Bank bestätigt Kaufempfehlung
  • Operativer Cashflow vervierfacht sich
  • Schuldenabbau erreicht Zielkorridor

Politische Blockaden in Berlin sorgen an der Börse selten für Freude. Bei Fresenius ist das Gegenteil der Fall. Der breite Widerstand im Bundesrat gegen geplante Klinik-Kürzungen verleiht der Aktie neuen Schwung.

Rückenwind aus der Länderkammer

Die Deutsche Bank Research bestätigt ihre Kaufempfehlung für den Gesundheitskonzern. Analyst Falko Friedrichs sieht im Widerstand der Länder gegen das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz eine handfeste Chance. Staatliche Sparmaßnahmen bei Krankenhäusern könnten durch das Veto der Länderkammer vorerst ausbleiben. Das Kursziel für die Aktie liegt weiterhin bei 55 Euro.

Operative Stärke im Kerngeschäft

Die fundamentale Basis des Konzerns wirkt stabil. Im ersten Quartal stieg der Konzernumsatz organisch um fünf Prozent auf 5.744 Millionen Euro. Besonders die Sparten Kabi und Helios trieben das Ergebnis an. Das währungsbereinigte EBIT kletterte parallel dazu um sechs Prozent auf 678 Millionen Euro.

Besonders auffällig: Der operative Cashflow vervierfachte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 389 Millionen Euro. Das Kern-Ergebnis je Aktie legte um 13 Prozent zu. Die EBIT-Marge erreichte 11,8 Prozent.

Schuldenabbau im Plan

Das Sanierungsprogramm „#FutureFresenius“ zeigt messbare Erfolge. Die Verschuldung sank auf das 2,6-fache des operativen Ergebnisses. Damit erreicht der Konzern das untere Ende seines Zielkorridors. Die starke Cashflow-Entwicklung ermöglicht diesen finanziellen Spielraum.

An der Börse stieg das Papier am Freitag um 1,68 Prozent auf 39,94 Euro. Damit setzt die Aktie ihren Erholungskurs fort. Seit dem Jahrestief von 35,11 Euro Anfang Juni hat der Wert bereits knapp 14 Prozent gewonnen. Der Vorstand bestätigte zuletzt den Ausblick für das Gesamtjahr 2026. Die Deutsche Bank sieht mit ihrem Kursziel von 55 Euro erhebliches Potenzial für die kommenden Monate.

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