Fresenius Aktie: WuXi-Deal drückt erst mal auf die Marge

Die Kooperation mit WuXi Biologics eröffnet Zugang zu bis zu 37 Kandidaten; Fresenius hält an seinen Jahreszielen fest.

Die Kernpunkte:
  • Exklusiver Zugang zu bis zu 37 Wirkstoffkandidaten
  • Forschungsausgaben drücken zunächst auf die Profitabilität
  • Fresenius bestätigt die Ziele für 2026
  • Aktie vorbörslich knapp 48 Euro

Fresenius erweitert sein Biosimilar-Geschäft und räumt gleichzeitig ein, dass der Ausbau zunächst auf die Marge drücken wird. Der Dax-Konzern hat eine exklusive Entwicklungsvereinbarung mit WuXi Biologics geschlossen. Die Jahresziele bleiben unverändert.

Was die Vereinbarung bringt

Fresenius erhält exklusiven Zugang zu bis zu 37 potenziellen Biosimilar-Kandidaten. Sie zielen auf Originalpräparate mit einem Umsatz von mehr als 370 Milliarden Euro. Das bestehende Portfolio umfasst heute 29 vermarktete oder in der Pipeline befindliche Moleküle und könnte im kommenden Jahrzehnt auf bis zu 66 wachsen.

Die Arbeitsteilung ist klar geregelt. WuXi Biologics wird für jeden ausgewählten Kandidaten auf Dienstleistungsbasis vergütet. Fresenius legt die langfristige Produktionsstrategie fest und kann dabei auf das mAbxience-Netzwerk zurückgreifen, dessen vollständige Kontrolle der Konzern kürzlich übernommen hat.

Für jedes vermarktete Produkt sichert sich Fresenius die exklusiven weltweiten Vermarktungsrechte samt Zulassungen und den vollen wirtschaftlichen Ertrag.

Kosten vor Erlösen

Der Konzern benennt die Kehrseite offen. Mit dem Fortschritt ausgewählter Kandidaten steigen die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Biopharma-Bereich. Das belastet die Profitabilität in der Entwicklungsphase, bevor die Produkte zu Umsatz- und Ergebniswachstum beitragen.

An den Zielen ändert das nichts. Für 2026 peilt Fresenius weiterhin einen Anstieg des Kern-Ergebnisses je Aktie um 10 bis 15 Prozent an. Das organische Umsatzwachstum soll bei 4 bis 7 Prozent liegen, die bereinigte EBIT-Marge bei rund 11,5 Prozent.

Auch die im Dezember 2025 vorgestellten Biopharma-Ziele für 2030 gelten. Der Umsatz des Bereichs soll gegenüber 2025 annähernd verdoppelt werden, bei einer EBIT-Marge von rund 20 Prozent. Diese Planung bezieht sich laut Fresenius auf das bestehende, weit fortgeschrittene Portfolio. Die neue Vereinbarung käme ergänzend hinzu und erweitere das Potenzial über 2030 hinaus.

Aktie und Analysten

Die Aktie notierte vorbörslich leicht im Plus bei knapp 48 Euro. Die Analysten sehen weiteren Spielraum: Die Kursziele der zuletzt erfassten Häuser liegen zwischen 54 und 56 Euro. Das entspricht einem Aufschlag von rund 12 bis 17 Prozent auf den aktuellen Kurs.

Für das laufende Jahr zählt damit vor allem, ob Fresenius die bestätigte Spanne beim Kern-Ergebnis je Aktie von 10 bis 15 Prozent trotz höherer Entwicklungsausgaben im Biopharma-Bereich hält. Die Vereinbarung mit WuXi Biologics wirkt dagegen erst im kommenden Jahrzehnt.

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