Fresenius kann überzeugen

Die Aktie des Medizinkonzerns Fresenius kannte im vergangenen Jahr nur den Weg in Richtung Norden. Allerdings wurde dieser Trend Mitte Dezember, wie bei vielen anderen Unternehmenswerten auch, rapide gestoppt.

© Fresenius SE
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Der Weg in Richtung Süden konnte erst Mitte Februar bei 52,76 Euro gestoppt werden. Seither ging es wieder deutlich aufwärts. Diese Aufwärtsbewegung nahm im heutigen Handelsverlauf wieder Fahrt auf, so dass die Aktie von Fresenius zwischenzeitlich um rund 5% zulegen konnte. Der Grund hierfür war allem Anschein nach der Jahresbericht für 2015.

Zahlenwerk kann überzeugen

Danach gelang es Fresenius, den Umsatz um 19% auf 27,62 Mrd. Euro zu. Währungsbereinigt lag das Umsatzplus bei 9%. Als Wachstumstreiber hob sich besonders die Sparte Kabi ab.

Das EBIT kletterte um 25% auf 3,95 Mrd. Euro. Währungsbereinigt lag das Plus noch bei 13%. Die EBIT-Marge stieg von 13,6% im Vorjahr auf 14,3%. Damit lag das Konzernergebnis vor Sondereinflüssen bei 1,42 Mrd. Euro und damit um 31% über dem des Vorjahres.

Analysten hatten hier im Vorfeld mit ihren Erwartungen geringfügig höher gelegen. In diesen Erwartungen war jedoch ein eventuelles Ergebnis im Hinblick auf einen Streit um die Produkthaftung bei einem Dialysemittel in den USA mit Belastungen von etwa 10 Mio. Euro nicht eingerechnet. Lässt man diesen Effekt außer Acht, konnte Fresenius die Erwartungen leicht übertreffen.

Fresenius erhöht die Dividende

Für das vergangene Geschäftsjahr plant der Vorstand des Unternehmens eine Erhöhung der Dividende. Vorgeschlagen werden soll eine Erhöhung um 25% auf 0,55 Euro je Aktie. Dies würde bei aktuellem Kurs einer Rendite von 0,92% entsprechen.

Vorstand präsentiert konkrete Erwartungen

Zugleich präzisierte Fresenius die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr. Danach soll der währungsbereinigte Konzernumsatz um 6 bis 8% steigen. Das währungsbereinigte Konzernergebnis wird bei einem Plus von 8 bis 12% erwartet.

Im Jahr 2019 will Fresenius einen Konzernumsatz von 36 bis 40 Mrd. Euro erreicht haben. Zugleich soll das Konzernergebnis dann bei 2 bis 2,25 Mrd. Euro liegen.

Analysten raten zum Kauf

Die Zahlen kamen im Markt wie eingangs erwähnt gut an. Auch die Analystenseite zeigt sich mehrheitlich positiv im Hinblick auf die Aktie des Medizinkonzerns. Die Experten der Commerzbank beispielsweise stuften die Aktie auf Kaufen hoch mit einem erhöhten Kursziel von bisher 70 auf 73 Euro.

160224 Fresenius

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