Fresenius Medical Care Aktie: Korangy-Schock am Markt!
Korangy übernimmt am 12. Oktober die Konzernführung; die Aktie gab nach der Personalie um 4,2 Prozent nach.

- Aufsichtsrat berief Korangy einstimmig
- Amtsantritt ist für 12. Oktober vorgesehen
- Giza scheidet mit Nachfolgerstart aus
- Aktie verlor 4,2 Prozent
Korangy folgt auf Giza
Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care vollzieht einen überraschenden Wechsel an der Konzernspitze. Der Aufsichtsrat berief Shervin J. Korangy heute einstimmig mit Wirkung zum 12. Oktober zum neuen Vorstandsvorsitzenden. Er folgt auf Helen Giza, die das Unternehmen zum Amtsantritt ihres Nachfolgers verlässt. An der Börse löst die Personalie spürbare Verunsicherung aus: Die Aktie verliert heute 4,2 Prozent auf 38,24 Euro.
Weichenstellung nach Sparprogramm
Mit dem Rückzug von Giza geht für Fresenius Medical Care eine Phase tiefgreifender Umstrukturierungen zu Ende. Die Managerin stand mehrere Jahre an der Spitze des Unternehmens und fungierte zuvor als Finanzvorständin. In ihrer Amtszeit setzte der Konzern das Effizienzprogramm FME25+ um, optimierte das Portfolio und senkte die Kostenbasis um rund 1,2 Milliarden Euro nachhaltig.
Der designierte Vorstandschef soll nun eine neue Phase einläuten. Korangy gehörte bereits dem Aufsichtsrat an und leitete zuletzt das Medizintechnikunternehmen BVI Medical als Vorstandsvorsitzender. Im Zuge seiner Berufung legte er sein Mandat im Kontrollgremium nieder. Fresenius Medical Care will unter seiner Regie technologische Innovationen forcieren und das langfristig profitable Wachstum beschleunigen.
Nachbesetzung im Kontrollgremium
Durch den Wechsel Korangys in die operative Konzernleitung entsteht eine Lücke im Kontrollgremium. Für die verbleibende Amtszeit soll Ann Custin gerichtlich bestellt werden. Sie bringt langjährige Führungserfahrung im globalen Gesundheitssektor mit und soll die Arbeit des Aufsichtsrats verstärken.
Beim Amtsantritt des neuen Managements blickt der Konzern auf eine weltweite Organisation mit Hunderttausenden Patienten und einer Belegschaft von fast 110.000 Mitarbeitern.
An den Finanzmärkten herrscht Zurückhaltung. Auf den künftigen Vorstandschef wartet die Aufgabe, das Vertrauen der Anleger nach den tiefen Einschnitten nachhaltig zurückzugewinnen.
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