Fresenius Medical Care: Ist das US-Geschäft wirklich gefährdet?

Der Dialyse-Spezialist Fresenius Medical Care hat turbulente Tage unter sich. Noch Ende August konnte die Aktie haussieren und sich von rund 83 Euro Mitte August auf zeitweise 91,50 Euro zum Monatsende verbessern.

Dabei war es insbesondere die Hochstufung der Aktie durch JPMorgan auf Overweight mit einem neuen Kursziel von 97,90 Euro, die für die Rallye sorgte.

Wie stark ist Fresenius Medical Care tatsächlich betroffen?

Begründet wurde dies damit, dass die vorangegangenen Sorgen des Marktes über neue gesetzliche Rahmenbedingungen im US-Bundesstaat Kalifornien überbewertet worden seien. Vielmehr würde FMC aufgrund eines erwarteten starken zweiten Halbjahres entsprechendes Potenzial haben.

Die angesprochenen Sorgen beziehen sich auf eine derzeitigen Gesetzesinitiative in Kalifornien, die bei entsprechenden Beschluss dafür sorgen könnte, dass Gesundheitsanbieter, eben auch Dialyse-Dienstleister, geringere Kosten von den Krankenkassen erstattet bekommen könnten. JP Morgan verwies allerdings darauf, dass Fresenius Medical Care in Kalifornien nur 129 der mehr als 2.400 Kliniken in den USA betreibt. Dennoch:

Diese Unterstützung muss halten

Nach dem Höhenflug gab es massive Gewinnmitnahmen, die erneut mit diesen möglichen neuen Gesetzen begründet wurden. Das sorgte dafür, dass die Aktie von Fresenius Medical Care auch tatsächlich wieder in Bedrängnis geriet. Bislang konnte sich die Aktie zwar oberhalb der 100-Tage-Linie bei derzeit 85,56 Euro stabilisieren.

Doch um hier Entwarnung geben zu können, dürfte die Aktie wohl noch mehr Erholung zeigen müssen. Gelänge es, würden aber sicherlich auf kurzfristige Sicht auch wieder Kurse zwischen 89 und 90 Euro möglich.

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