Fresenius Medical Care schafft Teilerfolg in den USA

Der Dialyse-Spezialist Fresenius Medical Care kann im Streit um Kostenunterstützungen von bedürftigen Dialyse-Patienten in den USA einen Teilerfolg erzielen. Wie berichtet, sollte ursprünglich an diesem Freitag eine neue Verordnung in Kraft treten, in deren Folge insbesondere bedürftige Dialyse-Patienten finanzielle Unterstützungen einer Wohltätigkeitsorganisation verloren hätten.

Denn die neue Verordnung sah vor, dass der American Kidney Fund (AKF) künftig für entsprechende Patienten keine Zuschüsse mehr in Zusatzversicherung bezahlen darf. Das hatte zur Folge gehabt, dass die betroffenen Patienten zum einen nur noch die Basisversorgung bekommen würden. Zum anderen würde Fresenius Medical Care auch entsprechende finanzielle Einbußen erleiden.

Fresenius Medical Care hofft auf genrellen Stopp der Verordnung

Der nun erzielte Teilerfolg von Fresenius Medical Care, die gegen die Einführung der Verordnung zusammen mit anderen Dialyse-Anbietern und Patientenvertretungen geklagt hatte, besteht nun darin, dass man eine einstweilige Verfügung erreicht hat. Ein Bundesrichter in Texas hat die Einführung der Verordnung für zunächst zwei Wochen außer Kraft gesetzt. Da bislang nicht bekannt ist, wie sich die neue Administration gegenüber den gesetzlichen Plänen positioniert, ist weiterhin unklar, ob die Verordnung überhaupt über den Regierungswechsel hinaus Bestand haben würde.

Fresenius Medical Care hatte vor einigen Tagen gewarnt, dass die Einführung der Verordnung erhebliche finanzielle Konsequenzen für das eigene Unternehmen hätte. Neben bis zu 2.000 Patienten, die davon betroffen wären, schätzten Analysten, dass Fresenius Medical Care pro Jahr zwischen 70-140 Millionen Dollar beim operativen Gewinn (EBIT) verlieren könnte. Das hatte zur Folge, dass die Aktie erheblich unter Druck geriet. Mit den neuen Meldungen in der Rückhand kann sich die Aktie zumindest kurzfristig wieder etwas erholen.

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