Fresenius Medical Care: Zertifikat als solide Alternative zur Aktie

Unter charttechnischen Aspekten ist die Aktie von Fresenius Medical Care für Trader derzeit hochinteressant. Für vorsichtige Börsianer eignet sich aber auch ein darauf basierendes Capped-Bonus-Zertifikat als Depotbeimischung. Es wurde von der HypoVereinsbank emittiert und bietet ein hervorragendes Chance-Risiko-Verhältnis.

© Fresenius Medical Care

Ein charttechnisches Kaufsignal ist für viele Trader ein guter Grund, eine Aktie zu ordern. Und mit einem solchen Signal kann bei dem Anteilschein von Fresenius Medical Care gerechnet werden. Denn der Kurs des DAX-Titels dürfte bald über die 200-Tage-Linie ausbrechen, die derzeit bei 77,26 Euro verläuft. Anschließend könnte der Kurs rasch auf circa 80,00 Euro steigen. Somit sollte es sich kurzfristig lohnen, Aktien des weltweit führenden Dialysekonzerns zu kaufen.

Zukauf in Australien

 Das Geschäftsmodell von Fresenius Medical Care ist weitgehend konjunkturunabhängig. Schließlich profitiert der Konzern von der Alterung der Weltbevölkerung und dem damit einhergehenden Anstieg der Patienten, die an einer schweren Nierenfunktionsstörung leiden. Ebensolche benötigen die Produkte und Dienstleistungen des Dialysekonzerns, um zu überleben. Positiv zu werten ist zudem die Strategie des Managements, die unter anderem darauf abzielt, die weltweit führende Marktstellung zu stärken.

Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang ein jüngst verkündeter Zukauf in Australien. Dort hat Fresenius Medical Care eine 70-prozentige Beteiligung an Cura Day Hospitals erworben. Die restlichen Anteile kann der Dialysespezialist in den kommenden Jahren noch kaufen. Unabhängig davon wird sich die Akquisition schon im ersten Jahr nach deren Abschluss positiv auf das operative Ergebnis auswirken.

Erfolgreiche Klage

Erfreulicherweise konnten Fresenius Medical Care, andere Dialyseunternehmen sowie Patientenvertreter das Inkrafttreten einer geplanten Verordnung der US-Gesundheitsbehörde verhindern. Das zuständige US-Gericht hat am vergangenen Mittwoch eine einstweilige Verfügung erlassen, die für unbestimmte Zeit gültig ist.

Dies ist von großer Bedeutung, weil bedürftige Dialysepatienten in den USA künftig aufgrund der Verordnung keinen über das Minimum hinausgehenden Krankenversicherungsschutz mehr erwerben hätten können, wenn sie von gemeinnützigen Organisationen wie dem American Kidney Fund Zuschüsse zur Finanzierung ihres Versicherungsbeitrages erhalten. Infolgedessen hätten diese Dialysepatienten künftig nur noch eine Basisversorgung erhalten, was sich negativ auf die Gewinnentwicklung von Fresenius Medical Care ausgewirkt hätte.

Risikoarmes und renditestarkes Bonuspapier

In diesem Jahr wird Fresenius Medical Care den Gewinn je Aktie voraussichtlich von 3,79 auf 4,14 Euro steigern. Somit errechnet sich ein 2017er-KGV von 18,5. Diese Bewertung ist angesichts der hervorragenden Marktstellung und der guten Unternehmensperspektiven durchaus gerechtfertigt. Unabhängig davon können vorsichtige Anleger, denen der DAX-Titel zu teuer ist, einen Blick auf ein Capped-Bonus-Zertifikat (WKN: HU5UUZ, ISIN: DE000HU5UUZ8) werfen, das von der HypoVereinsbank emittiert wurde. Dieses Bonuspapier ist mit einer Barriere bei 66,00 Euro und einem Bonus-Level sowie einem Cap bei 85,00 Euro ausgestattet.

Anleger können damit bis zum 21. Juni 2017 eine Rendite von rund 7,7 Prozent erzielen, wenn der Kurs der Fresenius Medical Care-Aktie während der Laufzeit nie die 66-Euro-Marke erreicht oder unterschreitet. Diesbezüglich ist anzumerken, dass der Aktienkurs in den vergangenen zwölf Monaten nur einmal kurz unter 72,00 Euro gefallen ist und anschließend innerhalb weniger Wochen auf über 80,00 Euro gestiegen ist. Vor diesem Hintergrund bietet das Zertifikat ein hervorragendes Chance-Risiko-Verhältnis.

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