Fresenius: Unsicherheiten aus Rechtsstreit belasten

Stimmungswechsel beim Gesundheitskonzern Fresenius. Hatte die Aktie vor einigen Tagen noch eine sehr positive Figur am Markt machen können, ist dies inzwischen komplett ins Gegenteil umgeschlagen.

Was vor allem mit Sorgen zu tun hat, wie der inzwischen anhängige Rechtsstreit in den USA mit dem eigentlichen Übernahmeziel Akorn ausgehen könnte.

Fresenius bekommt Dämpfer

Seit dieser Woche streiten der Bad Homburger Konzern mit dem US-Generikahersteller vor Gericht um die Frage, ob die abgeblasene Übernahme rechtens war oder ob Fresenius doch Akorn für 4,3 Milliarden Dollar übernehmen muss. In diesem Fall kämen auf Fresenius unkalkulierbare Kosten zu. Dabei geht es um Unregelmäßigkeiten bei Medikamententests, die von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA bemängelt wurden. Hier müsste der deutsche Konzern wahrscheinlich alle betroffenen Produkte zurückrufen, was am Ende nach aktuellen Schätzungen wohl weitere 250 Millionen Dollar kosten würde.

Charttechnik deutlich verschlechtert

Da Fresenius vor Jahren mit ähnlichen Unregelmäßigkeiten zu kämpfen hatte, könnte dies zulasten des deutschen Konzerns ausgelegt werden. Da somit der Ausgang des Gerichtsverfahrens komplett ungewiss ist, senken die Anleger erneut den Daumen über die Aktie. Diese musste zum Wochenschluss zeitweise sogar unter ihre 100-Tage-Linie bei derzeit 64,85 Euro tauchen. Zwar gab es dann wieder eine Erholung, aber die Charttechnik ist schwer angeschlagen.

%d Bloggern gefällt das: