Fresenius: Was macht der Markt vor den Zahlen?

Die letzten beiden Handelstage der vergangenen Woche waren auch für den Gesundheitskonzern Fresenius kein Zuckerschlecken.

Nachdem sich die Aktie von ihrem 12-Monats-Tief bei 38,28 Euro Anfang Dezember um stattliche 24 % auf 47,50 Euro erholen konnte, stand nun auf diesem Niveau ein wichtiger Charttest bevor. Allerdings musste dieser angesichts einer deutlich eingetrübten Börsenstimmung erst einmal zu den Akten gelegt werden.

Gewinnwarnungen drücken auf Stimmung

Allerdings sind die Anleger auch bei Fresenius durchaus etwas vorsichtiger mit Blick auf die kommende Ergebnisveröffentlichung am 20. Februar. Denn die Vorzeichen sind bekanntermaßen schwach. Ende letzten Jahres hatte der Medizinkonzern seine Erwartungen für das Geschäftsjahr 2018 zurückgenommen und auch die Wachstumsziele für 2020 einkassiert. Die Folge war ein veritabler Kurssturz, da die Anleger bislang weitaus besseres gewohnt waren.

Fresenius mit Baustellen

Hinzu kommt, dass Fresenius gleich eine ganze Reihe von Herausforderungen meistern muss. Dies gilt insbesondere für die wichtige Tochter Fresenius Medical Care, deren Dialyse-Geschäfte in den USA zuletzt schwächelten. Dies soll durch eine Übernahme austariert werden, die sich allerdings wegen des Regierung-Shutdowns in den USA zeitlich weiter verschiebt. Sorgen machen sich die Anleger auch über die zukünftige Bilanz bei der Klinik-Sparte Helios, wo es einen Exodus in der Ärzteschaft geben soll und außerdem neue gesetzliche Verpflichtungen im Pflegebereich drücken.

Was kann die Aktie machen?

In dieser Gemengelage ist es derzeit kaum vorstellbar, dass die Investoren bei Fresenius deutlich offensiver noch vor den Zahlen vorgehen. Zwar ist es durchaus im Bereich des Möglichen, dass sich die Aktie erneut an das Widerstandsniveau bei 47,50 Euro herantastet. Ob es allerdings einen Ausbruch geben kann, dürften erst die Zahlen des Unternehmens zeigen.

%d Bloggern gefällt das: