Freshworks: 11 Prozent Stellenabbau trotz Quartalssieg

Trotz 16 Prozent mehr Umsatz streicht Freshworks elf Prozent der Stellen. Anleger reagieren verunsichert auf den Sparkurs.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz steigt auf 228,6 Millionen Dollar
  • Rund 500 Stellen werden gestrichen
  • Fokus auf KI-Plattform und Großkunden
  • Aktie verliert nach Ankündigung acht Prozent

Freshworks meldet für das erste Quartal 2026 ein deutliches Umsatzplus und übertrifft die Erwartungen. Parallel dazu kündigt der Softwareanbieter einen massiven Stellenabbau an, um die Effizienz zu steigern. Anleger reagieren nervös auf den harten Sparkurs.

Starke Zahlen und harte Einschnitte

Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 228,6 Millionen US-Dollar. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen deutlich. Besonders das Geschäft mit Software für Mitarbeitererlebnisse (EX) erwies sich mit einem Plus von 27 Prozent als Wachstumstreiber. Die steigende Nachfrage nach KI-gestützten Lösungen stützte diese Entwicklung maßgeblich.

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Trotz dieser operativen Erfolge streicht das Management rund 500 Stellen. Dies entspricht etwa elf Prozent der weltweiten Belegschaft. Die Maßnahme soll Doppelstrukturen abbauen und Investitionen gezielter in Wachstumsfelder wie die KI-Plattform lenken.

Für die Umstrukturierung rechnet Freshworks mit einmaligen Kosten zwischen sieben und neun Millionen US-Dollar. Diese Belastungen werden voraussichtlich im laufenden zweiten Quartal verbucht. Das Unternehmen verfügt derweil über liquide Mittel von rund 780 Millionen US-Dollar.

Fokus auf Großkunden und Effizienz

Das operative Ergebnis auf Non-GAAP-Basis erreichte 41 Millionen US-Dollar, was einer Marge von 18 Prozent entspricht. Nach offiziellen Rechnungslegungsstandards (GAAP) verzeichnete Freshworks jedoch einen operativen Verlust von 8,1 Millionen US-Dollar. Grund hierfür sind vor allem aktienbasierte Vergütungen für Mitarbeiter.

Die Zahl der wertvollsten Kunden stieg um 29 Prozent auf 1.646. Ferner sicherte sich der Konzern erstmals einen millionenschweren Einzelvertrag. Die Net Dollar Retention blieb mit 106 Prozent stabil, was auf ein gesundes Wachstum innerhalb der bestehenden Kundenbasis hindeutet.

Ausblick und Marktstimmung

An der Börse lösten die Nachrichten Verkäufe aus. Die Aktie verlor am Mittwoch knapp acht Prozent und notiert bei 7,19 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf über 27 Prozent.

Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand einen Umsatz zwischen 958 Millionen und 964 Millionen US-Dollar an. Das entspräche einem Wachstum von bis zu 15 Prozent. Der Fokus bleibt auf der Integration von KI-Tools, um die Profitabilität langfristig zu sichern.

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