Friedrich Vorwerk Aktie: MWB dreht von Verkaufen zu Halten

MWB Research stuft Friedrich Vorwerk von Verkaufen auf Halten hoch. Die Aktie erholt sich vom Jahrestief, doch die fundamentale Lage bleibt angespannt.

Die Kernpunkte:
  • Analysten heben Votum auf Halten an
  • Aktie erholt sich vom Jahrestief
  • Kursverlust seit Herbst 2025 beträgt 56 Prozent
  • Fundamentale Aussichten bleiben gedämpft

Ein Analystenhaus gibt seine Verkaufsempfehlung auf – und die Aktie atmet auf. Die Friedrich Vorwerk Group SE verzeichnet am Montag eine deutliche Gegenbewegung. Auslöser ist eine Hochstufung von MWB Research.

Das Papier des Energieinfrastruktur-Spezialisten war zuvor auf ein neues Jahrestief gefallen. Bei 55,10 Euro lag der tiefste Stand seit Oktober 2024. Dann kam die Analysten-Nachricht.

MWB Research dreht an der Bewertung

Leon Mühlenbruch von MWB Research hob sein Votum von „Verkaufen“ auf „Halten“ an. Das Kursziel bleibt bei 60,00 Euro. Die Begründung: Der massive Kursverfall der vergangenen Monate habe das Risiko-Ertrags-Verhältnis ausgewogen gemacht.

Seit dem Hoch im Herbst 2025 bei 105,60 Euro hat die Aktie rund 56 Prozent verloren. „Die zuvor überzogenen Markterwartungen sind durch die Korrektur weitgehend abgebaut“, so die Analyse. Ausgerechnet der Absturz macht den Titel also wieder interessant.

Aktuell notiert die Aktie bei 58,80 Euro – ein Plus von 4,44 Prozent zum Freitagsschluss. Die Erholung vom Tagestief ist dynamisch, aber fragil. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei 36,5 und signalisiert weiterhin Schwäche.

Infrastruktur-Transformation stockt

Die fundamentale Realität bleibt angespannt. Große Energieprojekte kommen langsamer voran als erwartet. Auch der Wasserstoff-Hochlauf verzögert sich. Das dämpft die Auftragsdynamik des Konzerns.

MWB Research sieht kurzfristig kaum Spielraum für eine Rückkehr zu den Höchstständen. Der Abstand zur 200-Tage-Linie – einem Indikator für den langfristigen Trend – beträgt rund 27 Prozent. Der Durchschnitt liegt bei 80,74 Euro.

Auf dem aktuellen Niveau wird Friedrich Vorwerk mit einem KGV von etwa 12,4 bewertet. Die Dividendenrendite liegt bei rund 1,7 Prozent. Der Börsengangspreis von 45,00 Euro aus dem März 2021 bleibt damit klar übertroffen.

Der Verkaufsdruck der letzten Wochen scheint vorerst nachzulassen. Eine nachhaltige Trendwende müsste sich jedoch erst an technischen Widerständen beweisen. Ohne neue Großaufträge bleibt der Spielraum nach oben begrenzt.

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