Friedrich Vorwerk Aktie: Prognose zum zweiten Mal angehoben

Höhere Margen und gesunkene Materialkosten stärken das EBITDA; zugleich liegt der Auftragsbestand unter dem Vorjahresniveau.

Die Kernpunkte:
  • Quartalsumsatz steigt auf 228,3 Millionen Euro
  • EBITDA wächst um 58 Prozent
  • Jahresprognose zum zweiten Mal angehoben
  • Auftragsbestand bleibt unter Vorjahresniveau

Der Pipeline- und Anlagenbauer Friedrich Vorwerk legt nach: Nach einem Rekordquartal schraubt das Management die Jahresziele für 2026 erneut nach oben. Beim operativen Ergebnis fällt der Sprung besonders deutlich aus.

Rekordquartal dank niedrigerer Materialkosten

Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 13 Prozent auf 228,3 Millionen Euro. Das EBITDA legte überproportional um 58 Prozent auf 80,9 Millionen Euro zu, nach 51,3 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Beide Werte markieren Höchststände.

Zwei Faktoren treiben die Profitabilität: ein höherer Anteil an Arbeitsgemeinschaften und eine deutlich gesunkene Materialaufwandsquote. Über neun Monate kommt das Unternehmen auf ein EBITDA von 173,4 Millionen Euro, rund 64 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz wuchs in diesem Zeitraum um 12 Prozent.

Die Bilanz stärkt das Bild. Der Nettofinanzmittelbestand lag Ende September bei 262,7 Millionen Euro, über 150 Millionen Euro mehr als ein Jahr zuvor.

Neue Ziele: EBITDA bis 230 Millionen Euro

Der Vorstand erwartet für 2026 nun ein EBITDA von 220 bis 230 Millionen Euro. Im Juli hatte er die Spanne erst auf 180 bis 200 Millionen Euro angehoben. Die Umsatzprognose steigt auf 760 bis 790 Millionen Euro, zuvor standen 730 bis 780 Millionen Euro im Plan.

Die Aktie legte im frühen Handel auf Lang & Schwarz um gut zwei Prozent auf 184,40 Euro zu. Das Unternehmen profitiert seit geraumer Zeit vom Netzausbau und der Energiewende.

Auftragsbestand unter Vorjahr

Ein Wermutstropfen bleibt. Der Auftragsbestand lag Ende September bei 907,2 Millionen Euro und damit unter dem Vorjahreswert von 1,1 Milliarden Euro. Inklusive der Arbeitsgemeinschaften sind es 1,25 Milliarden Euro, nach 1,54 Milliarden Euro ein Jahr zuvor. Auch das neu akquirierte Gesamtprojektvolumen fiel in den ersten neun Monaten mit 618,1 Millionen Euro niedriger aus als 2025.

Der Auftragseingang im engeren Sinne stieg dagegen auf 451,4 Millionen Euro, nach 419 Millionen Euro im Vorjahr. Der Vorstand spricht von einem unverändert positiven Ausblick.

Die vollständige Quartalsmitteilung folgt am 12. November 2026. Dann liegen auch die Details zur Entwicklung der Arbeitsgemeinschaften und der Auftragslage vor.

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