FTSE 100: Droht ein Rückzug?
Der britische FTSE 100 steigt trotz geopolitischer Risiken, angetrieben von Finanz- und Bergbauaktien. Der griechische Konzern METLEN stürzt nach schwachen Jahreszahlen ab.

- Leitindex gewinnt durch Finanz- und Bergbauwerte
- Geopolitische Spannungen dämpfen die Stimmung
- METLEN stürzt nach Gewinneinbruch ab
- Rüstungs- und Energieaktien notieren im Minus
Der britische Leitindex dreht nach einem verhaltenen Handelsstart ins Plus. Gewinne in Finanz-, Bergbau- und Industriewerten treiben den FTSE 100 am Freitagvormittag nach oben – auch wenn das Marktumfeld weiter von geopolitischer Vorsicht geprägt bleibt.
Vorsicht trotz Erholung
Rund eine Stunde vor dem Mittag notiert der Index bei 10.638 Punkten, ein Plus von rund 0,33 Prozent gegenüber dem Eröffnungsniveau von 10.580 Zählern. Die Stimmung bleibt gedämpft: Anleger beobachten die Lage im Nahen Osten und richten den Blick auf Gespräche zwischen den USA und dem Iran, die für dieses Wochenende geplant sind. Auch Berichte über eine mögliche Waffenruhe im Libanon, die Anfang nächster Woche in Washington mit US- und israelischen Vertretern besprochen werden soll, werden aufmerksam verfolgt.
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An der Spitze der Gewinner steht Convatec mit einem Kursplus von 4,5 Prozent. Kingfisher, Coca-Cola HBC und Burberry legen zwischen 3,3 und 3,6 Prozent zu. Auch Finanzwerte wie Barclays, Natwest und Standard Chartered sowie der Reise- und Freizeitsektor mit IAG und Intercontinental Hotels verbuchen solide Zuwächse.
METLEN als Bremsklotz
Auf der Verliererseite fällt Metlen Energy & Metals mit einem Minus von 4,4 Prozent auf – der schwächste Wert im Index. Hintergrund sind die heute veröffentlichten Jahreszahlen für 2025: Während der Umsatz um 25 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro stieg, brach das EBITDA um 30 Prozent auf 753 Millionen Euro ein. Ausschlaggebend waren massive Verluste im Projektbereich, konkret beim britischen Protos-Projekt, das mit Kostenüberschreitungen und Verzögerungen zu kämpfen hatte. Der Nettogewinn halbierte sich auf 314 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie sank von 4,46 auf 2,20 Euro.
Ebenfalls unter Druck: Rüstungswerte wie BAE Systems (minus 3,6 Prozent) und Babcock International (minus 3,1 Prozent). Auch Energieschwergewichte wie BP und Shell geben leicht nach.
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