FTSE 100: Kräftige Erholung

Der britische Leitindex gewinnt deutlich, nachdem Äußerungen des US-Präsidenten zu einem Kriegsende die Ölpreise drückten. Die Erholung war breit, betraf aber nicht alle Sektoren.

Die Kernpunkte:
  • Trump signalisiert mögliches Ende des Iran-Konflikts
  • Ölpreis fällt daraufhin um etwa zehn Prozent
  • FTSE 100 steigt um 1,59 Prozent auf 10.412 Punkte
  • Banken, Minen- und Tourismuswerte führen Gewinne an

Der Montag hatte europäischen Anlegern noch reichlich Kopfzerbrechen bereitet – explodierende Ölpreise und aufkeimende Inflationssorgen drückten die Stimmung. Heute sieht die Welt wieder etwas freundlicher aus.

Trump-Signal dreht die Stimmung

Ausschlaggebend für den Stimmungsumschwung waren Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der ein baldiges Ende des Iran-Kriegs in Aussicht stellte. Das reichte aus, um den Ölpreis von seinem gestrigen Höchststand bei 119,50 Dollar je Barrel auf rund 89,00 Dollar zu drücken – ein Rückgang von etwa zehn Prozent innerhalb eines Tages. Für Aktienanleger eine willkommene Entlastung, nachdem die Energiekosten zuletzt als Belastungsfaktor dominierten.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei FTSE 100?

Allerdings bleibt die Lage fragil. Irans Revolutionsgarden drohten damit, kein Öl mehr aus der Region durchzulassen, sollten die Militärschläge weitergehen. Marktbeobachter mahnen daher zur Zurückhaltung – eine nachhaltige Wende sei das noch nicht.

Breite Erholung, aber nicht für alle

Der FTSE 100 legte heute 1,59 Prozent auf 10.412,24 Punkte zu. Besonders gefragt waren Sektoren, die in den vergangenen Tagen unter die Räder geraten waren: Bankwerte, Rohstofftitel und Tourismus-Aktien standen erneut im Fokus der Käufer.

Unter den Minenwerten stach Fresnillo mit einem Plus von 8,1 Prozent hervor. Anglo American kletterte um 6,6 Prozent, Antofagasta um 6,0 Prozent. Auch Glencore und Rio Tinto verbuchten Zugewinne von jeweils rund drei Prozent. Die Banken Barclays, Standard Chartered, NatWest und HSBC zogen ebenfalls spürbar an, ebenso wie die Luftfahrtwerte IAG und EasyJet.

Auf der Verliererseite standen erwartungsgemäß die Energieriesen BP und Shell, die mit dem Ölpreisrückgang 2,0 bzw. 0,8 Prozent einbüßten. Auch Smith & Nephew, LSEG und Compass Group schlossen im Minus.

Persimmon mit positivem Ausreißer

Ein eigener Kurstreiber sorgte bei Persimmon für Aufsehen: Der Immobilienentwickler legte Jahreszahlen vor, die höhere Umsätze und Gewinne auswiesen – die Aktie legte daraufhin mehr als 4,5 Prozent zu. Ein Lichtblick in einem Sektor, der zuletzt wenig Freude bereitet hatte.

Der heutige Tag zeigt: Die Märkte reagieren sensibel auf geopolitische Signale. Wie nachhaltig die Entspannung am Ölmarkt tatsächlich ist, hängt wesentlich davon ab, ob Trumps Optimismus über ein Kriegsende in der Region Substanz hat – oder nur ein kurzfristiger Impuls war.

FTSE 100: Kaufen oder verkaufen?! Neue FTSE 100-Analyse vom 11. März liefert die Antwort:

Die neusten FTSE 100-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für FTSE 100-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

FTSE 100: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu FTSE 100