Fuchs Petrolub: Jahresziele wurden erreicht, aber …

Der Schmierstoff-Hersteller Fuchs Petrolub konnte im Rahmen der Präsentation der vorläufigen Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr das höchste Konzernergebnis in der Firmengeschichte vorweisen.

 

© Fuchs Petrolub SE
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Möglich wurde dies im Wesentlichen durch zwei Aspekte. Zum einen spielte der schwache Euro dem Konzern in die Hände. Auf der anderen Seite trugen die zwei Neuzugänge Pentosin und Statoil Fuel & Retail Lubricants einen wesentlichen Teil dazu bei.

Unter dem Strich blieb nach vorläufigen Zahlen ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 342 Mio. Euro nach 313 Mio. Euro im Jahr zuvor. Nach Steuern lag das Ergebnis bei 236 Mio. Euro, nachdem im Vorjahr 220 Mio. Euro ausgewiesen werden konnten. Damit stieg das Ergebnis je Vorzugsaktie von 1,58 Euro im Vorjahr auf 1,70 Euro.

 

Umsatzsteigerung dank günstiger Umstände

Der Konzernumsatz kletterte um 11% gegenüber dem Vorjahr auf 2,07 Mrd. Euro. 6 Prozentpunkte resultierten hierbei aus Umsätzen der übernommenen Unternehmen und 5 Prozentpunkte sind auf positive Währungseffekte, bedingt durch den schwachen Euro, zurückzuführen. Organisch betrachtet lag der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres.

Gesteigert werden konnte der Umsatz in allen Regionen. Allerdings war das Wachstum in Europa mit 10% auf die getätigten Akquisitionen zurückzuführen. Für den Anstieg in Asien-Pazifik und Afrika von 13% und in Nord- und Südamerika mit 12% waren hingegen die Wechselkurse ein maßgeblicher Faktor.

Fuchs Petrolub gelang es, die beiden Akquisitionen vollständig aus dem freien Cashflow zu finanzieren. Per Ende Dezember 2015 lag die Nettoliquidität bei 101 Mio. Euro nach 186 Mio. Euro im Vorjahr.

 

Fuchs Petrolub erhöht die Dividende

Im laufenden Geschäftsjahr will der Konzern weiterhin Umsatz und Ergebnis in allen Regionen steigern. Als Grundlage führte man an, dass aufgrund von Prognosen insgesamt eine positive Entwicklung der Weltwirtschaft erwartet wird.

Zugleich will man die Dividende für die Aktionäre um 7% erhöhen. Unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrates soll auf der Hauptversammlung im Mai die Zahlung einer Dividende von 0,82 Euro je Vorzugsaktie und 0,81 Euro je Stammaktie abgestimmt werden. In Bezug auf die Vorzugsaktie entspräche dies unter Zugrundelegung des aktuellen Kurses einer Rendite von 2,27%.

 

Geteiltes Analystenbild

Analysten zeigen sich uneinig hinsichtlich der Bewertung der Aktie von Fuchs Petrolub. Während Hauck & Aufhäuser ihre Einschätzung auf Kaufen mit einem Kursziel von 43,00 Euro beließen, empfahlen die Experten der Berenbank Bank einen Verkauf und senkten das Kursziel auf 31,00 Euro. Hier führte man eine zu hohe Bewertung des Unternehmens an.

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Die seit Dezember letzten Jahres starke Abwärtsbewegung konnte in der vergangenen Woche erstmals wieder bei einem Kurs von 33,61 Euro gestoppt werden. Seither ging es wieder bis auf über 36,00 Euro aufwärts. Der nächste Widerstand ist hier bei 37,00 Euro angesiedelt. Vorbörslich ging es an der Frankfurter Börse bisher um gut 1% weiter aufwärts. Das Erreichen der gleitenden 100-Tage-Linie bei 41,00 Euro ist damit jedoch noch ein Stück entfernt. Investierte Anleger sollten auf eine entsprechende Absicherung achten.

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