Fuelcell Energy Aktie: Rechenzentren-Boom?

Der erwartete Anteil des Rechenzentrumsbereichs soll binnen zwei bis drei Jahren von 25–30 auf 75–85 Prozent steigen.

Die Kernpunkte:
  • Rechenzentren sollen künftig 75–85 Prozent ausmachen
  • Aktie steigt heute um 8,9 Prozent
  • PJM bewertet System mit 99,873 Prozent
  • Sammelklage enthält Vorwürfe zur Fertigungskapazität

FuelCell Energy erwartet, dass Rechenzentren und damit verbundene Aktivitäten innerhalb von zwei bis drei Jahren 75%–85% des Geschäfts ausmachen. Das berichtete Reuters am Freitag. Derzeit liegt der Anteil demnach bei 25%–30%.

Reuters zufolge wenden sich Entwickler von KI-Rechenzentren angesichts begrenzter Stromnetzkapazitäten zunehmend Brennstoffzellen zu. In diesem Branchenumfeld steht die Erwartung von FuelCell Energy, den Anteil des Geschäfts mit Rechenzentren deutlich zu steigern.

Die Aktie legt heute um 8,9% zu und notiert bei 10,80 €. Ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Kursanstieg und dem Reuters-Bericht ist allerdings nicht bestätigt.

Hohe Bewertung im PJM-Verfahren

Am Mittwoch teilte FuelCell Energy mit, dass sein Block System in einer Bewertung von PJM Interconnection eine Einstufung von 99,873% erhalten habe. Dabei handelt es sich um die anlagenspezifische Bewertung der gesicherten Leistungsfähigkeit, die sogenannte Effective Load Carrying Capability.

Die Bewertung gehört zum Verfahren „Reliability Backstop Procurement“ für 2028/29. Die Unternehmensmitteilung bezieht sich damit auf einen konkret benannten Beschaffungsprozess und dessen Bewertungssystem.

Fertigung und rechtliche Risiken

Für den Ausbau der Fertigung hat FuelCell Energy John Dansby zum Senior Vice President, Scale Up Manufacturing, ernannt. Das Unternehmen gab die Personalentscheidung am 12. Oktober bekannt. Dansby soll die Skalierung der Produktion leiten.

Daneben steht eine am 11. September eingereichte Wertpapier-Sammelklage gegen das Unternehmen und bestimmte Führungskräfte. Medienberichten zufolge wirft die Klageschrift den Beklagten irreführende Angaben zur Fertigungskapazität und zur Vereinbarung mit Fit Energy vor. Dabei handelt es sich um Vorwürfe der Kläger, nicht um festgestellte Tatsachen.

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