Für Manz kommt es jetzt knüppeldick, Aktie auf dem Schleudersitz

Obwohl die Papiere von Manz im Juni mehrfach zu den Verlierern des Tages gehörte, war das Unternehmen eigentlich auf einem guten Weg. Nicht zuletzt durch die vollzogene Akquisition von der Kleo Halbleitertechnik.

 

© Manz
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Diese soll Manz dabei unterstützen, sich weiterhin von der Solarindustrie unabhängiger zu machen. Mit Kleo will man die eigene Position im Halbleitermarkt weiter deutlich verstärken. Weiterhin ist Manz auch bekannt durch seine Maschinen zur Herstellung von Displayglas für Smartphones und Tablets. Auch Anlagen für Batterien gehören zum Portfolio des Konzerns.

 

Aufträge für Manz storniert

Wie der Konzern jetzt bekannt gab, wurde kürzlich ein Auftrag im Wert von ca. 12 Mio. Euro im Bereich Electronics storniert. So hatte sich der Endkunde für eine alternative Lösung entschieden.

Dadurch können die damit verbundenen und in der Jahresprognose bereits enthaltenen Folgeaufträge in einem höheren zweistelligen Millionenbereich nicht mehr realisiert werden. Zudem kam es beim Auftragseingang in der Sparte Energy Storage zur Verzögerungen.

Dadurch wurden für April und Juni erwartete Aufträge aller Voraussicht nach erst im Lauf der nächsten Wochen erteilt. Insofern verschieben sich daraus geplante Umsätze zum größten Teil in das letzte Quartal dieses Jahres bzw. in das nächste Jahr.

 

Prognose nach unten revidiert

Aufgrund der vorgenannten Aspekte sah sich der Vorstand von Manz veranlasst, die bisherige Prognose für das gesamte Geschäftsjahr nach unten anzupassen. Nunmehr rechnet der Konzern mit einem moderat rückläufigen Umsatz gegenüber dem Vorjahr. Für 2014 wies Manz hier 305,9 Mio. Euro aus.

Das EBIT will Manz zwar verbessern, jedoch wird es voraussichtlich im negativen Bereich liegen. Konkretere Angaben hierzu will das Unternehmen erst nach dem Eingang von einigen wichtigen Aufträgen machen.

 

Aktie im Sinkflug

Der Markt reagierte umgehend auf diese Gewinnwarnung. So musste die Aktie seit Börsenbeginn bereits mehr als 4,6% einbüßen. Damit setzt sich der Abwärtstrend der Papiere rasant weiter fort.

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Noch Mitte Juni lag der Aktienkurs bei 73,00 Euro. Jetzt - zwei Wochen später – notiert der Wert bei nur noch 60,25 Euro und ein Ende dieses Trends ist noch nicht in Sicht. Investierte Anleger sollten ihr Investment hier überdenken. Eine Kauf-Empfehlung ist Manz aus derzeitiger Sicht für uns nicht. Dazu sollten erst die aktuellen Zahlen abgewartet werden.

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