Für Osram könnte es ungemütlich werden

Der Licht-Spezialist Osram hat in den vergangenen Wochen endlich mal einen guten Lauf gehabt. Nachdem die Aktie im Verlauf des bisherigen Jahres auf 32 Euro gefallen war (von zuvor knapp 80 Euro), schaffte es der Wert zuletzt wieder über die 40-Euro-Marke.

Was insbesondere mit neuen strategischen Entscheidungen zu tun hat. Denn das Unternehmen kündigte vor einigen Tagen an, endlich sein Problemgeschäft mit Leuchten verkaufen zu wollen. Hierbei geht es zum Beispiel um Bürolampen und Straßenlaternen, die insgesamt alle in der Leuchtensparte „Lighting Solutions & Systems“ (ISS) versammelt sind. Allerdings hatte diese Sparte bislang Verluste und sinkende Umsätze eingefahren.

Osram will Sparte verkaufen

Nun kündigte Osram an, die Sparte zu verkaufen. Gelingt dies, will man sich zukünftig vor allem auf Lichtlösungen für die Autobranche sowie LED fokussieren. Dazu gehört letztlich auch ein neu aufgelegtes Sparprogramm, was insgesamt an der Börse entsprechenden Widerhall fand. Doch nun könnte der Aktie sprichwörtlich die Luft ausgehen.

Aktie in überkaufter Lage

Und dies nicht nur charttechnisch. Inzwischen ist der Wert an eine 50-Tage-Linie angestoßen und hat auf technischer Seite derzeit eine deutliche überkaufte Situation generiert. Das könnten Anleger zu Gewinnmitnahmen nutzen. Das größere Problem könnten allerdings neue  Analysteneinschätzungen sein. So hat gerade die britische Investmentbank HSBC den Wert von bisher Kaufen auf Halten zurückgestuft.

Deutliche Abstriche beim Kursziel

Besonders schwierig dürfte allerdings sein, dass auch das Kursziel abgesenkt wurde. HSBC hatte bislang ein Kursziel von 76 Euro, glaubt nun allerdings nur noch 40 Euro, also nur an das inzwischen erreichte Niveau. Begründet wurde dieser Schritt damit, dass man von Osram auf absehbare Zeit kein zweistelliges Wachstum mehr erwartet.

Was liefert Osram als Nächstes?

Diese Rückstufung könnte nun ein kräftiger Schlag ins Kontor werden und die Aktie von Osram erneut unter Druck bringen. Die Frage bleibt allerdings noch zu klären, wie stark Gewinnmitnahmen ausfallen könnten. Im derzeit starken Börsenumfeld könnten diese relativ moderat bleiben. Allerdings wohl nur, wenn Osram von fundamentaler Seite gegenhalten kann. Da die Quartalszahlen bereits durch sind, fürfte der Markt entsprechend vor allem auf neue Informationen zum Spartenverkauf warten.

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