Fujikura Aktie: 310 Milliarden Yen bis 2027

Nach einer starken Rallye verzeichnet die Fujikura-Aktie leichte Verluste. Der Glasfaserspezialist profitiert weiterhin vom KI-getriebenen Ausbau der Rechenzentren.

Die Kernpunkte:
  • Aktie fällt nach Kursrallye
  • KI-Boom treibt Glasfasernachfrage
  • Gewinnprognose massiv angehoben
  • Milliardeninvestition in Kapazitäten

Volle Auftragsbücher treffen auf Gewinnmitnahmen. Bei Fujikura setzt nach einer rasanten Rally eine spürbare Abkühlung ein. Der Glasfaser-Spezialist profitiert massiv vom Ausbau der KI-Rechenzentren.

Die Aktie startete am Montag bei 29,00 Euro in den Handel. Auf Wochensicht steht ein Minus von knapp zehn Prozent auf der Anzeigetafel. Dennoch behauptet das Papier ein starkes Monatsplus von rund 21 Prozent.

KI treibt Prognose und Preise

Der Grund für die vorherige Euphorie war eine überraschende Mitteilung Mitte Juni. Das Management hob das Ziel für den operativen Gewinn massiv an. Bis März 2027 plant Fujikura nun mit 310 Milliarden Yen. Zuvor lagen die Erwartungen bei lediglich 211 Milliarden Yen.

Große Betreiber von Rechenzentren ordern massenhaft optische Bauteile. KI-Cluster benötigen deutlich dichtere Kabelnetzwerke als klassische Cloud-Anlagen. Höhere Verkaufspreise für Premium-Lösungen treiben obendrein die Margen nach oben.

Milliarden für den Kapazitätsausbau

Das Angebot hinkt der Nachfrage hinterher. Die Folge: Engpässe auf dem Beschaffungsmarkt. Die Herstellung der benötigten Vorformen für Glasfaserkabel dauert bis zu 24 Monate. Fujikura reagiert darauf mit einem massiven Ausbau. Der Konzern investiert 300 Milliarden Yen in seine Kapazitäten.

Damit verdreifacht das Unternehmen seine Produktion in Japan und den USA. Für die kommenden Jahre stehen die finanziellen Weichen. Der Vorstand plant einen operativen Cashflow von 620 Milliarden Yen bis 2029. Der Großteil dieses Kapitals fließt direkt in weiteres Wachstum.

Ein zentraler Baustein der Expansionsstrategie liegt in Nordamerika. Im Dezember 2030 nimmt ein neues Werk in den USA den lokalen Betrieb auf. Dort fertigt Fujikura dann seine patentierten Hochdichte-Kabel direkt für den US-Markt.

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