Fujikura Aktie: 72,5% Gewinnsprung auf 157,2 Mrd. Yen
Fujikura meldet Rekordzahlen und erhöht Dividende, doch das hohe KGV von 68 sorgt für Diskussionen unter Anlegern.

- Nettogewinn steigt um 72,5 Prozent
- Dividende auf 225 Yen verdoppelt
- Prüferwechsel nach 63 Jahren zu Deloitte
- KGV von 68 über Branchenschnitt
Fujikura liefert Rekordzahlen, erhöht die Dividende auf ein historisches Niveau und tauscht den Wirtschaftsprüfer aus — und trotzdem gab die Aktie am Freitag nach. Der Rücksetzer von knapp drei Prozent auf 32,99 Euro folgt auf einen 30-Tage-Anstieg von über 20 Prozent. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 68 erklärt, warum manche Anleger nach dem Kursanstieg lieber Gewinne mitnehmen.
Rekordergebnisse und eine deutlich höhere Dividende
Im Geschäftsjahr bis März 2026 steigerte Fujikura den Umsatz um 20,7 Prozent auf 1,182 Billionen Yen. Das operative Ergebnis kletterte um 45,3 Prozent, der Nettogewinn sogar um 72,5 Prozent auf 157,2 Milliarden Yen.
Die Dividende spiegelt diesen Erfolg direkt wider. Der Vorstand erhöhte die Jahresdividende auf 225 Yen je Aktie — nach 100 Yen im Vorjahr. Die Ausschüttungsquote steigt von 30 auf 40 Prozent. Auszahlung: 29. Juni 2026. Die Angaben beziehen sich auf die Basis vor dem Sechs-zu-eins-Aktiensplit vom 1. April 2026.
Prüferwechsel nach 63 Jahren
Auf der Hauptversammlung stimmten die Aktionäre für einen Wechsel von PricewaterhouseCoopers zu Deloitte. PwC prüfte Fujikura seit 1963. Der Wechsel begründet sich mit der langen Mandatsdauer und dem Wunsch nach einem frischen Blick. Accounting-Probleme gab es keine: PwCs Berichte der vergangenen drei Jahre enthielten keine Einschränkungen.
Ferner billigte die Hauptversammlung eine neue Vergütungsstruktur für Führungskräfte. Sie sieht eine aktienbasierte Komponente vor — gedeckelt bei 500 Millionen Yen jährlich und bis zu 212.000 Aktien. Das Ziel: Managementanreize enger an die Kursentwicklung koppeln.
Kapazitätsengpässe bis 2028 — und Premium-Preise als Puffer
Fujikura bestätigt, dass die Produktion von Glasfaserkabeln bis ins Geschäftsjahr 2028 begrenzt bleibt. Eine vollständige Auflösung der Fertigungsengpässe erwartet das Unternehmen erst 2029. Rund ein Fünftel des Faserbedarfs deckt Fujikura derzeit extern.
Kritisch ist dabei die Preisdynamik. Rechenzentrumsbetreiber drücken die Preise für Standardkabel. Bei Spezialkomponenten wie MMC-Ferrule-Steckverbindern hält Fujikura jedoch deutlich höhere Preise — ein struktureller Vorteil gegenüber reinen Standardanbietern.
Analysten bullish, Bewertung bleibt Streitpunkt
Neun Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, keiner zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 6.977 Yen — rund 20 Prozent über dem Kurs nach den Jahreszahlen. Für die kommenden Jahre bis Ende 2027 erwarten Analysten ein annualisiertes Gewinnwachstum von 26 Prozent. Vergleichbare Unternehmen der Branche kommen auf prognostizierte Umsatzzuwächse von 7,6 Prozent jährlich.
Das KGV von rund 68 ist mehr als viermal so hoch wie der Branchendurchschnitt von 14,6. Diese Lücke ist der eigentliche Diskussionspunkt. Wächst Fujikura weiter in seine Bewertung hinein, rechtfertigt das die Prämie. Stockt das Wachstum, wird die Bewertung zur Belastung.
Den ersten Hinweis liefert der Quartalsbericht im August. Analysten erwarten dort ein Gewinnwachstum von rund 20 Prozent und ein Umsatzplus von 13 Prozent.
Fujikura-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Fujikura-Analyse vom 28. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Fujikura-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Fujikura-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Fujikura: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




