Fujikura Aktie: Fusionsenergie-Jackpot!

Der Vertrag umfasst mehr als 10.000 Kilometer Supraleiterband; Fujikuras Aktie legte nach der Meldung um 3,6 Prozent zu.

Die Kernpunkte:
  • Liefervertrag über mehr als 10.000 Kilometer
  • Größter Einzelauftrag für diese Technologie
  • Fujikura-Aktie steigt um 3,6 Prozent
  • Produktionsausbau für künftige Fusionsprojekte

Das US-Unternehmen Commonwealth Fusion Systems hat mit Fujikura einen langfristigen Liefervertrag über mehr als 10.000 Kilometer Hochtemperatur-Supraleiterband geschlossen. Nach Angaben des Fusionsunternehmens handelt es sich um den bislang größten Einzelauftrag dieser Technologie. An den Börsen stieß die Nachricht auf ein positives Echo: Die Aktie von Fujikura stieg heute um 3,6 Prozent auf 29,38 Euro.

Einsatz in kommerziellen Fusionsanlagen

Das vereinbarte Liefervolumen entspricht drei Gigaampere-Metern des Supraleitermaterials. Das Band ist für die Magnete geplanter ARC-Fusionskraftwerke vorgesehen. Den Anfang soll das erste netzgroße Kraftwerk am Standort Fall Line Fusion Power Station im US-Bundesstaat Virginia machen.

Commonwealth Fusion Systems setzt das Material des japanischen Konzerns bereits bei seiner kleineren Pilotanlage SPARC ein. Die Technologie gilt als zentraler Baustein für die Erzeugung von Fusionsenergie.

Laut Brandon Sorbom von Commonwealth Fusion Systems ermöglicht das Band Magnetfelder von rund 20 Tesla. Dies entspricht etwa dem 13-Fachen der Feldstärke herkömmlicher medizinischer MRT-Systeme. Zudem kann der Leiter Stromstärken von mehr als 200 Ampere transportieren.

Für das geplante Kraftwerk ARC peilt Commonwealth Fusion Systems eine Leistung von rund 400 Megawatt an. Die Inbetriebnahme und Einspeisung in das Stromnetz werden für die frühen 2030er-Jahre angestrebt. Die finanziellen Rahmenbedingungen des Liefervertrags, jährliche Lieferkontingente und der exakte Beginn der Auslieferung wurden nicht mitgeteilt.

Ausbau der Fertigungskapazitäten

Um den Bedarf für derartige Großprojekte abzusichern, erweitert Fujikura seine Produktionsanlagen seit Längerem. Bereits im Geschäftsjahr 2024 flossen rund sechs Milliarden Yen in den Aufbau der Fertigungslinien für Supraleiterbänder.

Im Februar 2026 legte das Management mit einer weiteren Investitionsentscheidung über 5,6 Milliarden Yen nach. Durch diese Maßnahmen sollte die Produktionskapazität bis zum Geschäftsjahr 2027 auf das Drei- bis Vierfache des vorherigen Niveaus wachsen, während die zusätzlichen Mittel eine weitere Verdopplung anstoßen.

Mit dem Großauftrag sichert sich der japanische Technologiekonzern eine Schlüsselrolle in den Lieferketten für künftige Kernfusionsprojekte. Zugleich unterstreicht die Vereinbarung die zunehmende industrielle Kooperation zwischen den USA und Japan auf dem Feld neuartiger Energietechnologien.

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