Fujikura Aktie: Supraleiter-Coup in Deutschland?

Fujikura meldet am 10. November Zahlen zum zweiten Quartal; mit Proxima Fusion prüft das Unternehmen eine mögliche Fertigung in Deutschland.

Die Kernpunkte:
  • Quartalszahlen für 10. November angekündigt
  • Aktie am letzten Handelstag 5,7 Prozent höher
  • America Fujikura zahlte 250 Millionen US-Dollar
  • Fertigung mit Proxima Fusion wird untersucht

Fujikura steht vor der Veröffentlichung seiner Zwischenbilanz in einem angespannten Umfeld für japanische Technologieaktien. Reuters berichtete gestern über Verkäufe bei Technologie- und KI-nahen Werten aus Sorge vor strengerer Regulierung und schwächeren KI-Investitionen nach den US-Zwischenwahlen. Die Fujikura-Aktie legte am letzten Handelstag um 5,7% zu.

Medienberichten vom Mittwoch zufolge befürchteten Anleger, dass Forderungen amerikanischer Wahlkandidaten nach strengeren Regeln für den Rechenzentrumsbau die Investitionen bremsen könnten. In diesem Zusammenhang gerieten auch japanische Glasfaser- und Rechenzentrumswerte unter Druck. Reuters hatte Fujikura in seiner früheren Berichterstattung über den Ausverkauf als Hersteller von Materialien für Rechenzentren eingeordnet.

Zwischenbilanz und Zahlung der US-Tochter

Fujikura hat die Veröffentlichung der Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 für den 10. November 2026 angekündigt. Für das Unternehmen ist dies der nächste bestätigte Berichtstermin.

Bereits am 30. Oktober erhielt Fujikura eine Dividende von 250 Millionen USD von der Tochtergesellschaft America Fujikura. Nach Unternehmensangaben hat die Zahlung nur minimale Auswirkungen auf das Konzernergebnis für das am 31. März 2027 endende Geschäftsjahr.

Supraleiter-Fertigung in Deutschland wird geprüft

Ein weiteres Unternehmensvorhaben betrifft die mögliche Fertigung von Hochtemperatur-Supraleiterbändern in Deutschland. Fujikura unterzeichnete dazu am 29. Oktober eine Absichtserklärung mit Proxima Fusion.

Die Partner wollen nach Unternehmensangaben eine stabile Versorgung mit diesen Bändern untersuchen. Außerdem prüfen sie die Machbarkeit einer lokalen Fertigung, vor allem in Deutschland. Die Vereinbarung sieht eine gemeinsame Untersuchung vor; eine endgültige Zusage zum Bau einer Fabrik ist damit nicht verbunden. Gegenstand der Prüfung ist auch die mögliche Errichtung einer Produktionsbasis für Hochtemperatur-Supraleiterdraht.

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