Fujikura Aktie: Tokios Tech-Ausverkauf erwischt sie hart

Eine Tochtergesellschaft beschloss 250 Millionen US-Dollar Dividende; Fujikura und Proxima Fusion prüfen eine Fertigung in Deutschland.

Die Kernpunkte:
  • Fujikura-Aktie verlor 8,4 Prozent
  • Tochter beschloss 250 Millionen US-Dollar Dividende
  • Fertigung in Deutschland wird auf Machbarkeit geprüft
  • Bodenbelastungen auf Fujikura-Baugelände festgestellt

Fujikura verlor gestern im Sog des Ausverkaufs japanischer Technologieaktien 8,4%. Anleger stellten die Bewertung der KI-bezogenen Werte und die Rentabilität der Investitionen in KI-Infrastruktur infrage. Reuters zufolge führten chipnahe Aktien die Verluste in Tokio an, nachdem schwache Ergebnisse amerikanischer Technologiekonzerne, darunter Amazon und Intel, den Markt belastet hatten.

Tochtergesellschaft kündigt hohe Dividende an

Auf Unternehmensebene gab Fujikura am Mittwoch eine erwartete Dividende der konsolidierten Tochtergesellschaft America Fujikura Ltd. bekannt. Sie beläuft sich auf 250 Millionen USD. Der Beschluss fiel am Dienstag; die Auszahlung war für gestern vorgesehen.

Fujikura will die Dividende im Einzelabschluss für das im März 2027 endende Geschäftsjahr als nichtoperativen Ertrag erfassen. Auf das Konzernergebnis erwartet das Unternehmen hingegen nur minimale Auswirkungen.

Prüfung einer Supraleiterfertigung in Deutschland

Am Donnerstag unterzeichneten Fujikura und Proxima Fusion eine Absichtserklärung zur Versorgung mit Hochtemperatur-Supraleiterband für Fusionsenergie-Anwendungen.

Beide Unternehmen wollen zudem die technische, kommerzielle und wirtschaftliche Machbarkeit einer Fertigung im industriellen Maßstab in Deutschland untersuchen. Nach Angaben von Proxima Fusion handelt es sich um eine Machbarkeitsprüfung, nicht um eine endgültige Investitionsentscheidung.

Beim geplanten Fabrikbau am Standort Sakura hatte Fujikura am 20. Oktober Bodenbelastungen gemeldet. Fluoridverbindungen überschritten in 16 Teilflächen die Grenzwerte, Bleiverbindungen in einer weiteren. Die Grundwassertests lagen nach Unternehmensangaben unterhalb der Nachweisgrenzen.

Fujikura plant, den betroffenen Boden zu entfernen und zu ersetzen. Die Auswirkungen auf den Zeitplan der neuen Fabrik dürften nach Einschätzung des Unternehmens gering bleiben. Die Präfektur Chiba hatte für Teile des untersuchten Neubauareals Maßnahmen vorgeschrieben und andere Bereiche als meldepflichtig eingestuft.

Die nächste Ergebnisveröffentlichung von Fujikura ist für den 10. November angekündigt.

Anzeige

Stand heute, 31. Oktober: Fujikura – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Fujikura investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 31. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Fujikura: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu Fujikura