Gamesa hat ordentlich Wind in den Segeln

Gamesa kann sich vor Aufträgen kaum retten. In den Schwellenländern steigt nicht nur die Nachfrage nach Windanlagen. Auch Photovoltaik-Anlagen sind gefragt. Gamesa will durch seinen Portfolio-Ausbau von beiden Sektoren profitieren. Die Anleger haben das in den letzten Monaten honoriert und die Aktie kräftig steigen lassen. Doch wird dieser Trend auch weiterhin anhalten?

 

© Gamesa
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Die Auftragsbücher sind bei Gamesa gut gefüllt. Besonders viele Aufträge konnten die Spanier in den Wachstums-Märkten ergattern. Mittlerweile zählt Gamesa zu den Marktführern in Indien, Mexiko oder Brasilien.

 

Gamesa baut das internationale Geschäft aggressiv aus

Zuletzt hat der Konzern seinen ersten Auftrag für Windparks in Thailand bekannt gegeben. Damit erschließt Gamesa den nächsten Markt in Asien. Der Auftrag ist aber auch noch aus anderen Gründen ein Meilenstein für Gamesa: Er beinhaltet die Lieferung von insgesamt 30 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 60 Megawatt.

Die Lieferung soll noch dieses Jahr erfolgen, damit die Inbetriebnahme 2016 stattfinden kann. Die Wartung und Instandhaltung der Windräder ist in dem Auftragspaket ebenfalls enthalten. Damit hat Gamesa in asiatischen Ländern wie China, Indien oder Vietnam insgesamt über 5.500 MW Windleistung installiert.

 

Gamesa baut sein Portfolio konsequent aus

Zwar ist Gamesa auf Windenergie spezialisiert, doch die Spanier mischen seit neustem auch auf dem Photovoltaikmarkt mit. In Indien soll Gamesa an der Entwicklung eines Photovoltaik-Kraftwerks mit 10 Megawatt arbeiten. Im September soll die Anlage bereits in Betrieb gehen.

 

Ambitionierte Prognose für die kommenden Jahre

Entsprechend optimistisch fällt auch die Prognose aus. Bis 2017 will der Konzern das EBIT gegenüber 2014 verdoppeln und ein zweistelliges jährliches Wachstum bei den Verkaufszahlen erzielen. Vor allem setzt Gamesa auf den Absatz von Windkraftanlagen.

Zudem plant der spanische Windkraftanlagen-Hersteller, seinen Investoren nachhaltig steigende Dividenden zu zahlen. Die Ausschüttungsquote soll sich in den kommenden Jahren auf rund 24% des Jahresüberschusses belaufen.

 

Gamesa-Aktie bricht aus

Seit ihrem Tief 2012 erlebt die Aktie einen Höhenflug. Nachdem sich die Aktie 2014 eher seitwärts bewegt hatte, ist sie mit Anfang des Jahres nach oben ausgebrochen. Seit Januar konnte sich der Aktienkurs fast verdoppeln.

Die Aktie befindet sich in einem intakten Aufwärtstrend. Allerdings stößt sie langsam in eine Widerstandszone vor. Denn knapp oberhalb von 17 Euro befindet sich ein Widerstandsbereich, der noch aus dem Jahr 2009 stammt. Wie hartnäckig dieser am Ende tatsächlich ist, bleibt abzuwarten.

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Kurzfristig ist die Wahrscheinlichkeit für eine Konsolidierungsphase recht hoch. Langfristig allerdings sollte der Kurs weiter steigen. Interessierte Anleger sollten probieren, über Kauflimite bei kurzfristigen Rücksetzern eine Positionierung aufzubauen. Denn es sei daran erinnert: 2007 vor dem Ausbruch der Finanzkrise hatte Gamesa schon bei 36 Euro notiert.

 

Weiterführende Links:

 

Zu den Aussichten der Erneuerbaren Energie

 

Windenergie als wichtigster Sektor

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