GameStop Aktie: StoneX glaubt an den Umbau
Analyst Mike Hickey empfiehlt GameStop zum Kauf und sieht in Kostendisziplin sowie Sammlerartikeln Ansatzpunkte für den Umbau.

- StoneX-Analyst Mike Hickey empfiehlt GameStop
- Kursziel von 33 US-Dollar gesetzt
- Sammlerartikelumsatz stieg um 56,5 Prozent
- Rückläufige Erlöse bleiben eine Herausforderung
StoneX setzt bei GameStop auf die operative Neuausrichtung statt auf das Image als Meme-Aktie. Analyst Mike Hickey nahm die Beobachtung gestern mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 33 US-Dollar auf. Seine These: Ryan Cohen habe die Ertragsbasis wieder aufgebaut. Das Sammlerartikelgeschäft eröffne Wachstumsmöglichkeiten, während eine starke Cashgenerierung die Expansion unterstützen könne.
Profitabilität statt Börsenimage
Hickey sieht GameStops Transformation durch die Wahrnehmung als Meme-Aktie überlagert. Im Mittelpunkt seiner Einschätzung stehen Kostensenkungen, Filialschließungen und die Ausrichtung auf Profitabilität. Die Kaufempfehlung beruht damit nicht auf einer erwarteten neuen Spekulationswelle, sondern auf Veränderungen im Unternehmen.
Für Anleger ist diese Unterscheidung wesentlich. Ein profitableres Geschäft kann auch bei sinkenden Erlösen entstehen. Es beantwortet aber noch nicht die Frage, wie GameStop dauerhaft wachsen soll. Genau hier kommt dem Sammlerartikelgeschäft in der Argumentation von StoneX eine zentrale Rolle zu.
Sammlerartikel als Wachstumsträger
In einem früheren Quartal stieg der Umsatz mit Sammlerartikeln um 56,5% auf 356,3 Mio. US-Dollar. GameStop kooperiert zudem mit PSA bei der Bewertung und Abgabe von Sammelkarten in seinen Filialen.
Damit steht hinter der positiven Einschätzung ein konkreter operativer Ansatz. Die Filialen dienen nicht allein dem klassischen Spieleverkauf, sondern auch dem Geschäft rund um Sammelkarten. StoneX sieht darin eine Chance für den weiteren Umbau.
Die Entwicklung bleibt allerdings zweigeteilt. Dem Wachstum bei Sammlerartikeln stehen rückläufige Gesamterlöse und ein strukturell schrumpfendes Gaming-Geschäft gegenüber. Der Erfolg eines Geschäftsfelds ist deshalb noch kein Beleg dafür, dass der gesamte Konzern wieder auf einen nachhaltigen Wachstumskurs eingeschwenkt ist.
Dezemberzahlen als nächster Prüfstein
Die nächsten Quartalszahlen werden für Dezember erwartet. Für die Bewertung der StoneX-These wird entscheidend sein, ob GameStop die verbesserte Ertragsbasis festigen kann. Ebenso wichtig ist die Frage, welchen Beitrag Sammlerartikel zum Ausgleich des rückläufigen Spielegeschäfts leisten.
Hinzu kommen Risiken aus schwankungsanfälligen externen Investments. Anleger müssen daher zwischen operativen Fortschritten und investmentbedingten Ergebniseffekten unterscheiden.
Die neue Kaufempfehlung liefert eine klar umrissene Investmentthese: Kostendisziplin soll die Profitabilität sichern, Sammlerartikel sollen zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten schaffen. Ihre Belastbarkeit hängt daran, ob diese Kombination auch bei weiterem Druck auf das traditionelle Geschäft trägt. Das Kursziel ist die Einschätzung von StoneX – kein bereits nachgewiesener Erfolg des Umbaus.
Stand heute, 3. November: GameStop – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in GameStop investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 3. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.




