GEA Group: Fels in der Brandung?

Der Maschinenbauer GEA Group konnte mit Präsentation der vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 wieder einmal unterstreichen, dass der eingeschlagene Weg in die richtige Richtung weist.

 

© GEA Group
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Das letzte Geschäftsjahr war bei GEA geprägt von einer großen Anzahl an Umstrukturierungsmaßnahmen, die den gesamten Konzern betrafen. Im Rahmen des Programms „Fit for 2020“ wurden beispielsweise administrative Aufgaben an Shared Service Center-Standorte in Osteuropa und Ostasien übertragen. Dazu wurden bis Ende 2015 bereits mehr als die Hälfte des bis zum Jahr 2017 geplanten Stellenabbaus vollzogen.

 

GEA auf Akquisitionskurs

Zugleich spielte das Thema Akquisitionen weiterhin eine große Rolle. Im letzten Geschäftsjahr tätigte GEA vier Akquisitionen mit einem jährlichen Umsatzvolumen von mehr als 120 Mio. Euro. Diese Strategie wird auch weiter verfolgt. Gestern gab der Konzern die Übernahme eines Anlagenbauers für die Keksproduktion in Italien bekannt.

Es handelt sich hierbei um das in Verona ansässiges Unternehmen Imaforni. Ca. 210 Mitarbeiter sind dort beschäftigt und der Umsatz im vergangenen Jahr lag bei rund 85 Mio. Euro. Finanzielle Details gab GEA hierzu nicht bekannt.

 

Solides Zahlenwerk

Damit sind die Weichen für dieses Jahr schon gestellt und man sollte an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen können. Im letzten Geschäftsjahr konnte GEA den Umsatz leicht auf 4,59 Mrd. Euro steigern. Das operative EBITDA lag mit 621 Mio. Euro ebenfalls über dem Niveau des Vorjahres. Die EBITDA-Marge stieg auf 13,5%. Der Auftragseingang lag per Ende Dezember bei 4,59 Mrd. Euro.

Damit lag der Konzern im Rahmen der selbst gesteckten Ziele. Danach wollte man ein moderates Umsatzwachstum vorweisen und das EBITDA sollte zwischen 590 bis 640 Mio. Euro liegen.

 

Blick nach vorn

Auch für das laufende Geschäftsjahr sind die Ziele klar. Auch hier erwartet GEA ein moderates Umsatzwachstum. Das operative EBITDA soll zwischen 645 bis 715 Mio. Euro liegen. Diese Prognose beinhaltet bereits alle aus dem Konzernumbau realisierten Einsparungen und gilt unter der Maßgabe, dass sich das Weltwirtschaftswachstum nicht weiter abschwächt und es zu keinen wesentlichen Währungskursveränderungen kommt.

 

Schafft die Aktie den Ausbruch?

Die Analysten von Hauck & Aufhäuser rechneten im Vorfeld der Zahlen damit, dass sich GEA trotz des schwierigen Umfeldes gut schlagen wird und beließen ihre Einschätzung auf Kaufen mit einem Kursziel von 44,00 Euro.

160204 GEA

Einen ersten Schritt in diese Richtung könnte es heute gehen. Vorbörslich liegen die Papiere von GEA bereits im Plus. Doch zunächst müsste der Widerstand bei 39,00 Euro überwunden werden. Gelänge es der Aktie, die Marke von 40,00 Euro zu erreichen, könnte dies als Signal gesehen werden, dass ein ernst zu nehmender Ausbruchsversuch aus dem bisherigen Seitwärtstrend erfolgt.

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