GEA Group ist auf Wachstumskurs

Bei der GEA Group laufen die Geschäfte gut: Im zweiten Quartal 2015 hat der Anlagenbauer den Umsatz und das operative Ergebnis gesteigert. Leider musste der Konzern aufgrund hoher Restrukturierungskosten einen Verlust hinnehmen. Unabhängig davon erwartet das Management im Gesamtjahr ein moderates Umsatzwachstum.

 

© GEA Group
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Die GEA Group ist ein auf die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie fokussierter Anlagenbauer. Für diese Branche baut das MDAX-Unternehmen unter anderem Spiralöfen, Gefriertunnel, Sprühtrockner und Verpackungsanlagen. Rund 70 Prozent des Umsatzes entfallen auf Kunden, die in diesem Sektor aktiv sind. Erfreulicherweise ist die GEA Group in dieser Branche der Markt- und Technologieführer.

Hinzu kommt, dass die Markteintrittsbarrieren in diesem Sektor sehr hoch sind. Zurückzuführen ist dies auf die hohen Qualitätsansprüche der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, die potenzielle Wettbewerber kaum erfüllen können.

 

Vertriebs- und Serviceniederlassungen in mehr als 50 Ländern

Vorteilhaft ist auch das weltweite Netz von Vertriebs- und Service-Niederlassungen der GEA Group in mehr als 50 Ländern. Dadurch ist sichergestellt, dass den Kunden stets Mitarbeiter des Anlagenbauers zur Verfügung stehen, mit denen sie sich in ihrer Muttersprache über ihre Wünsche unterhalten können. Dies wirkt sich positiv auf die Kundenzufriedenheit aus.

 

Überzeugende Ergebnisentwicklung bei GEA Group

Im zweiten Quartal 2015 steigerte die GEA Group den Umsatz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um rund 3% auf 1,15 Mrd. Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte von 128 auf 139 Mio. Euro.

Aufgrund von Kosten für die Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen ist im Berichtszeitraum leider ein Verlust von 21,8 Mio. Euro angefallen. Im Vorjahreszeitraum erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 80,7 Mio. Euro.

 

Zukäufe sind möglich dank solider Finanzlage

Das Management geht derzeit davon aus, dass das Geschäftsjahr 2015 mit einem moderaten Umsatzwachstum und einem EBITDA zwischen 590 und 640 Mio. Euro abgeschlossen wird. Bislang hatte das Management für das Gesamtjahr ein EBITDA von 580 bis 620 Mio. Euro in Aussicht gestellt.

Analystenmeinungen zufolge könnte der Anlagenbauer dank seiner soliden Finanzlage Akquisitionen durchführen, um sein Angebot für die Nahrungs- und Getränkemittelindustrie auszubauen. Dies wäre unter strategischen Aspekten vorteilhaft, da diese Branche weitgehend unabhängig von der Konjunkturentwicklung ist.

GEA-29-07-15

Unabhängig davon sollten Anleger bedenken, dass die Aktie der GEA Group mit einem 2016er-KGV von 17,9 kein Schnäppchen ist und sich der Kurs des MDAX-Titels zurzeit in einem Abwärtstrend bewegt. Nach unten ist der Kurs durch eine charttechnische Unterstützung bei 35 Euro abgesichert.

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