General Electric enttäuscht, ist aber optimistisch für die Zukunft gestimmt

General Electric startet das neue Jahr, dank guter Geschäfte mit der Stromerzeugung und in der Luftfahrt, optimistisch. Aber die Anleger reagierten enttäuscht, denn der Umsatz sank im vierten Quartal, verglichen mit dem Vorjahreswert, um gut 2 % auf 33,1 Mrd. Dollar. Man hatte mit mehr gerechnet. Das schwache Ölgeschäft bereitet dem Siemens-Rivalen weiterhin Probleme und ließ die Erlöse schrumpfen.

Die Bilanz des Konzerns litt stark unter der Öl- und Gas-Sparte, in der die Erlöse um 22 % schrumpften. Analysten hatten mit mehr Umsatz gerechnet und die Anleger reagierten enttäuscht, was die Aktie um rund 2 % nachgeben ließ.

Umsatz kletterte im Gesamtjahr

Doch es gibt auch Positives zu vermelden: Der Umsatz kletterte im Gesamtjahr 2016 um 5 % auf 124 Mrd. Dollar und der Gewinn summierte sich auf 9,5 Mrd. Dollar nach einem Verlust von fast 6 Mrd. im Vorjahr. Im Schlussquartal verzeichneten die Amerikaner zudem einen Zuwachs im Auftragseingang von gut 4 % auf 34 Mrd. Dollar, was die Konzernleitung positiv in die Zukunft blicken lässt.

Aber der harte Preiskampf hinterlässt auch erste Spuren in der Bilanz. Die Rendite im Industriegeschäft ging leicht auf 11,4 % zurück und liegt damit nur noch wenig über den Werten der Münchner Konkurrenz.

Industrie 4.0 als Hoffnungsträger für General Electric

General Electric macht in den USA gute Geschäfte im Bereich der Erneuerbaren Energien, und auch die angekündigten Investitionen von Donald Trump lassen den größten amerikanischen Infrastrukturausrüster zuversichtlich ins neue Jahr schauen. Das organische Umsatzplus werde bis zu 5 % betragen, bekräftigte Vorstandschef Jeff Immelt. Außerdem wolle man groß vom Trend zur Digitalisierung der Industrie profitieren, sagte der GE-Chef weiter. "Wir werden weiterhin ins industrielle Internet investieren, um unsere Kunden bei Leistung und Produktivität führend zu machen", kündigte er an.

Die großen Technologiekonzerne auf beiden Seiten des Atlantiks versprechen sich viel von der sogenannten Industrie 4.0. Allein der deutsche Siemens-Konzern kaufte in den letzten Jahren ein Dutzend Softwarefirmen für rund 9 Mrd. Euro, um bei der Digitalisierung der Fertigung vorne mitzuspielen.

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