General Electric: Mit neuem Chef zum Turnaround?

Rallyestimmung bei General Electric. Am Montag legte die Aktie des amerikanischen Misch-Konzerns anfänglich um bis zu 14 % zu.

Das dürfte in der Hauptsache damit zu tun haben, dass der bisherige General-Electric-Chef John Flannery unerwartet seinen Posten räumen muss. Nachfolger wird Larry Culp, was manche Analysten fast in Begeisterung versetzte.

Applaus für den Nachfolger

Denn Larry Culp ist der erste CEO bei General Electric, der in der bisherigen 126-jährigen Geschichte des Unternehmens von außerhalb kommt. Culp selber war von 2000-2014 Chef des Mischkonzerns Danaher, unter dessen Dach bis zu 400 Töchter geführt werden. Damit dürfte er beste Voraussetzungen haben, General Electric neu zu strukturieren, was entsprechende Vorschusslorbeeren am Markt bringt.

Was wird jetzt aus General Electric?

Man darf gespannt sein, ob Culp die Vorgaben von Flannery weiterführt. Dieser hatte bereits Assets verkauft und wollte General Electric auf das Geschäft mit Flugzeugantrieben, Kraftwerken und erneuerbaren Energien fokussieren. Zuletzt hatte man das Geschäft mit Gasmotoren verkauft. Für die Aktie selbst kann trotz des starken Zugewinns noch keine Entwarnung gegeben werden. Was auch mit einer weiteren Nachricht zusammenhängt.

Gewinnwarnung

Denn zusammen mit der Personalie Flannery/Culp gab der Konzern bekannt, dass er an seinen bisherigen Prognosen für dieses Jahr nicht mehr festhält. Konkret rechnet man nun damit, dass sowohl der Free Cashflow als auch der Gewinn je Aktie unter den bisherigen Erwartungen liegen werden. Schuld daran sollen erweiterte Abschreibungen in Höhe von rund 23 Milliarden Dollar in der Kraftwerks-Sparte GE Power sein.

Die Aktie befindet sich weiterhin im Abwärtstrend und müsste für ein erstes positives Signal auch erst einmal die gleitenden Durchschnitte überwinden. Das würde ab einem Bereich von 13,30 Dollar gelten.

%d Bloggern gefällt das: