General Electric will Konzern-Niedergang stoppen.


Den ersten Tag nach dem Rauswurf aus dem amerikanischen Dow Jones-Index hat General Electric besser verkraftet als angenommen. Grund hierfür ist eine Meldung des Konzerns, nach der sich die Amerikaner von ihrer Medizintechnik-Sparte und Baker Hughes trennen wollen.

Die angestrebte Radikalkur von GE-Chef John Flannery hat dem Kurs heute ein kleines Kursfeuerwerk beschert. Allein der Gewinn von 8,51 % heute machte die Verluste der vergangenen zwei Wochen wieder wett.

General Electric konzentriert sich auf Wachstum

Künftig will sich das Unternehmen auf die ertragreichen Geschäftsfelder Kraftwerke, Alternative Energien und Luftfahrt konzentrieren. Dafür wird die Medizintechnik ausgegliedert und die Öl- und Gas-Tochter Baker Hughes soll in den nächsten zwei bis drei Jahren veräußert werden.

Flannery sprach heute von einem Meilenstein der Konzerngeschichte. Das Unternehmen werde durch die Einschnitte agiler und könne zudem Schulden abbauen, sagte er. So wollen die Amerikaner in den nächsten zwei Jahren 25 Milliarden Dollar Schulden abbauen und Einsparungen bei den Verwaltungskosten in Höhe von mindestens 500 Millionen US-Dollar vornehmen.

Damit setzt Flannery den Trend seines Vorgängers Immelt fort. Auch dieser hatte bereits das umfassende Produktportfolio gestutzt und große Teile der Finanzsparte GE Capital verkauft. Der aktuelle Chef Flannery will jetzt ebenfalls dem Versicherungsgeschäft an den Kragen. Denn auch dies trägt zur aktuellen Misere bei. In den ersten drei Monaten des Jahres hatten Altlasten in diesem Bereich dem Konzern einen Milliardenverlust eingebrockt.

GE nicht mehr Mitglied im Dow Jones

GE muss also etwas tun, um das Vertrauen seiner Anleger wieder zu erlangen. Denn der Wertverfall des US-Riesen hatte zuletzt harte Konsequenzen mit dem Rauswurf aus dem US-Leitindex Dow Jones Industrial. Im Jahr 1896 zählte GE bereits zu den Gründungsmitgliedern des Dow und war seit 1907 durchgängig im Index vertreten. Doch jetzt gehört man nicht mehr zu den 30 größten US-Unternehmen und ist demzufolge auch nicht mehr im Index vertreten. Diesen Platz nimmt ab heute die Drogerie- und Apothekenkette Walgreens ein.

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