General Mills Aktie: 725.000 Pillsbury-Einheiten zurückgerufen

General Mills ruft über 725.000 Pillsbury-Teigwaren wegen möglicher Glassplitter zurück. Die Aktie fällt und unterbricht die jüngste Erholung.

Die Kernpunkte:
  • Rückruf von Pillsbury-Teigwaren
  • FDA stuft Vorfall als Klasse II ein
  • Aktie fällt um 1,72 Prozent
  • Sparprogramm über drei Milliarden Dollar

Ein massiver Produktrückruf trübt die jüngste Erholung bei General Mills. Der US-Lebensmittelriese muss über 725.000 Einheiten seiner Pillsbury-Teigwaren aus dem Handel nehmen. Mögliche Glas-Splitter in den Produkten lösten den Alarm aus.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA stufte den Vorfall nun als Risiko der Klasse II ein. Betroffen sind Teigwaren für Kaiserbrötchen, die vor allem über Walmart-Filialen vertrieben wurden. Die Konzernführung betonte, dass die betroffenen Chargen bereits vollständig aus den Regalen entfernt seien.

An der Börse reagierte der Kurs am Freitag mit einem Minus von 1,72 Prozent. Das Papier schloss bei einem Wert von 33,23 Euro. Dieser Dämpfer unterbricht den kurzfristigen Aufwärtstrend, bei dem die Aktie zuletzt binnen eines Monats um rund 14 Prozent zulegte.

Sparprogramm gegen den Abwärtstrend

Das Management forciert als Reaktion auf die schwierige Marktlage einen strikten Sparkurs. Ein neues Effizienzprogramm soll bis zum Jahr 2030 insgesamt drei Milliarden Dollar einsparen. Allein für das kommende Geschäftsjahr plant der Konzern eine Entlastung von 750 Millionen Dollar.

Hinzu kommt ein Umbau der Lieferkette, der ab 2028 weitere Kostenvorteile bringen soll. Das Unternehmen reagiert damit auf den anhaltenden Preisdruck und die Inflation. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie rund 17 Prozent an Wert.

Allianz für nachhaltigen Weizen

Parallel zum Sparzwang investiert General Mills in die langfristige Rohstoffsicherung. Gemeinsam mit ADM und Walmart startete eine Initiative für regenerative Landwirtschaft. Das Projekt umfasst eine Weizenanbaufläche von 40.000 Acres im Mittleren Westen der USA.

Derweil passte Zacks Research die Erwartungen an. Die Experten senkten die Gewinnprognose für das erste Quartal 2027 auf 0,73 Dollar je Aktie. Zuvor lag die Schätzung bei 0,82 Dollar.

Anleger richten ihren Blick nun auf die Umsetzung der Kosteneinsparungen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob das Unternehmen die operative Panne bei Pillsbury ohne bleibende Markenschäden übersteht. Die Priorität liegt auf der Stabilisierung der Margen.

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