General Mills Aktie: Swedbank erhöht Anteil um 116 Prozent
General Mills übertrifft Quartalserwartungen, senkt aber den Ausblick. Ein Sparprogramm und die langjährige Dividendentradition stützen die Aktie.

- Quartalszahlen übertreffen Analystenschätzungen
- Ausblick für 2027 bleibt verhalten
- Milliardenschweres Effizienzprogramm gestartet
- Seit 127 Jahren ununterbrochene Dividende
General Mills kämpft gleich an mehreren Fronten. Inflation, verändertes Konsumverhalten und ein eingetrübter Ausblick belasten den Lebensmittelkonzern. Dennoch gibt es Lichtblicke – vor allem für Anleger mit langem Atem.
Die Aktie notiert aktuell bei 32,29 Euro, ein Minus von 1,13 Prozent am Mittwoch. Seit Jahresbeginn liegt der Kurs rund 17 Prozent im Minus. In den vergangenen 30 Tagen zeigte sich jedoch eine Erholung um gut zwölf Prozent.
Institutionelle Käufe und Options-Hausse
Auffällig ist das gestiegene Interesse großer Investoren. Die schwedische Swedbank erhöhte ihren Anteil an General Mills um 116 Prozent. Das entspricht einem Zukauf von rund 880.000 Aktien. Der Gesamtbestand liegt nun bei etwa 1,64 Millionen Papieren – ein Gegenwert von rund 61 Millionen Dollar.
Parallel dazu legte der Optionsmarkt zu. Am Montag wurden 12.836 Call-Optionen auf General Mills gehandelt. Das sind 40 Prozent mehr als der übliche Tagesdurchschnitt von 9.189 Kontrakten. Ein klares Signal – viele Marktteilnehmer setzen auf steigende Kurse.
Starke Quartalszahlen, vorsichtiger Ausblick
Der Optimismus hat einen realen Grund. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 übertraf General Mills die Erwartungen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,95 Dollar, die Analysten hatten nur 0,80 Dollar auf dem Zettel. Auch der Umsatz lag mit 4,61 Milliarden Dollar leicht über der Prognose.
Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2027 bleibt jedoch verhalten. Das Management rechnet mit einem organischen Umsatzrückgang von 1,5 Prozent bis zu einem minimalen Plus von 0,5 Prozent. Grund sei ein anhaltend schwieriges Konsumumfeld mit hoher Inflation und veränderten Ausgabemustern der Verbraucher.
Milliarden-Sparprogramm und treue Dividende
Um die Margen zu schützen, startet General Mills ein ehrgeiziges Effizienzprogramm. Bis 2030 sollen kumuliert drei Milliarden Dollar eingespart werden. Zwei Milliarden davon stammen aus dem Holistic Margin Management-Programm, eine weitere Milliarde aus einer globalen Transformationsinitiative. Allein für 2027 sind mindestens 750 Millionen Dollar an Einsparungen eingeplant.
Die Dividende bleibt ein zentrales Argument für die Aktie. Der Vorstand erklärte eine Quartalsdividende von 0,61 Dollar je Aktie. Die Zahlung erfolgt im August 2026. General Mills zahlt seit 127 Jahren ununterbrochen Dividende – eine der längsten Serien im US-Markt.
Analysten bleiben zurückhaltend
Trotz aller Fortschritte: Die Aktie notiert rund 73 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 121,66 Euro. Derzeit liegt der Kurs gut 18 Prozent über dem Tief von 27,35 Euro, das erst im Juni erreicht wurde. Der 50-Tage-Durchschnitt von 29,75 Euro wurde nach oben durchbrochen – ein technisch positives Signal.
Die Analysten bleiben mehrheitlich vorsichtig. Das durchschnittliche Rating lautet „Reduzieren“, das Kursziel liegt bei rund 39 Dollar. Ob die Kosteneinsparungen und die treue Dividendenbasis ausreichen, um das Vertrauen langfristig zurückzugewinnen, muss sich noch zeigen.
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