General Mills Aktie: Teure Schrumpfkur

Der Lebensmittelkonzern General Mills schließt mehrere US-Produktionsstätten, was zu 82 Millionen Dollar an Kosten und Jobverlusten führt, um sinkenden Umsätzen und Margen entgegenzuwirken.

Die Kernpunkte:
  • Schließung von drei US-Produktionsstätten bis 2026
  • Restrukturierungskosten von 82 Millionen US-Dollar
  • Umsatzrückgang um acht Prozent im letzten Quartal
  • Aktienkurs auf Tiefststand von rund 37 Dollar

Der Nahrungsmittelriese General Mills zieht die Reißleine. Um sinkenden Umsätzen und schrumpfenden Margen entgegenzuwirken, schließt der Konzern mehrere Produktionsstätten in den USA. Die Maßnahme kostet zahlreiche Arbeitsplätze und bringt eine zweistellige Millionenrechnung für den laufenden Konzernumbau mit sich.

Millionenbelastung durch Fabrikschließungen

Konkret trifft es den Bundesstaat Missouri. Bereits im Juni schließt das Werk in St. Charles, was allein dort 163 Arbeitsplätze kostet. Bis Juli 2026 folgen zwei weitere Anlagen in Joplin, die erst 2024 durch die Übernahme von Whitebridge Pet Brands zum Unternehmen kamen. Für diese Bereinigung des Portfolios verbucht das Management voraussichtlich Restrukturierungskosten in Höhe von 82 Millionen US-Dollar. Der Großteil davon entfällt auf Abschreibungen, während 18 Millionen US-Dollar für Abfindungen und ähnliche Ausgaben reserviert sind.

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Umsatzschwund zwingt zum Handeln

Verantwortlich für diesen harten Schnitt ist die beschleunigte Talfahrt im operativen Geschäft. Im dritten Quartal sackte der Nettoumsatz um acht Prozent auf 4,4 Milliarden US-Dollar ab. Geringere Verkaufsvolumina und Veräußerungen hinterlassen deutliche Spuren in der Bilanz. Auch organisch schrumpften die Erlöse um drei Prozent. Gleichzeitig gerät die Profitabilität unter Druck: Die bereinigte operative Marge fiel auf 12,3 Prozent. Der gesamte Lebensmittel-Sektor kämpft derzeit mit der Zurückhaltung inflationsgeplagter Konsumenten und steigenden Kosten durch Zölle. Konkurrenten wie PepsiCo oder Conagra Brands reagierten zuletzt mit ähnlichen Kürzungen.

Aktie im Abwärtssog

An der Börse spiegelt sich diese fundamentale Schwäche schonungslos wider. Notierte das Papier im Mai 2023 noch auf einem Rekordhoch von über 81 US-Dollar, wechselt es aktuell für rund 37 US-Dollar den Besitzer. Allein in den vergangenen 30 Tagen büßte der Titel weitere 14 Prozent ein. Die Marktkapitalisierung ist auf rund 20 Milliarden US-Dollar zusammengeschmolzen. Als Trostpflaster für die leidgeprüften Aktionäre dient derzeit lediglich die hohe Dividendenrendite von über 6,5 Prozent, gestützt durch ein niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp über 9.

Der anstehende Konzernumbau ist ein greifbarer Schritt, um die anvisierten Einsparziele zu erreichen. Das Management setzt nun voll auf das vierte Quartal, für das durch günstige Kalendereffekte und eine zusätzliche Verkaufswoche eine Rückkehr zum Gewinnwachstum prognostiziert wird. Als kurzfristige Kompensation für die laufende Restrukturierung fließt am 1. Mai 2026 die nächste reguläre Quartalsdividende von 0,61 US-Dollar an die Anteilseigner.

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